Foto: ADAC e.V.

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Seit langem ist das Tanken in Deutschland sukzessiv hintereinander teurer geworden, obwohl die Preise für Rohöl immer günstiger geworden sind. PKWFokus. De berichtete bereits des Öfteren, dass die ÖL-Multis die Preise nicht an die Kunden weiter reichen.

Brent schon ab 67 Dollar auf dem Weltmarkt zu bekommen

So notiert Rohöl der Sorte Brent, das Anfang Oktober noch 85 Dollar kostete, inzwischen nur noch mit rund 67 Dollar je Barrel. Zudem wird die Kluft zwischen den Bundesländern größer. Am teuersten tanken Autofahrer laut aktueller ADAC Auswertung in den süddeutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg, gefolgt von den westdeutschen Regionen Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. Am günstigsten ist Kraftstoff in den norddeutschen Bundesländern Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Während Autofahrer in Bayern für einen Liter Super E10 im Schnitt 1,576 € bezahlen müssen, tanken sie in Hamburg mit 1,439 € um 13,7 Ct preiswerter. Noch größer ist die Differenz bei Diesel: Hier ist der Liter im günstigsten Bundesland Hamburg mit 1,323 € um 19,2 Ct billiger als in Baden-Württemberg (1,515 €). Damit erhöht sich die Tankrechnung für 50 Liter Diesel um fast zehn Euro. Noch im August betrug die Differenz zwischen teuerstem und preiswertestem Bundesland bei beiden Kraftstoffsorten lediglich rund sechs Cent.

Sprit im Süden zusätzlich durch Niedrigwasser belastet

Dass Kraftstoff im Süden und Westen des Landes besonders teuer ist, hängt auch mit dem Niedrigwasser an Rhein, Main und Mosel zusammen, das die Transporte von Rohöl und fertigen Kraftstoffen verteuert. Für das Ausmaß des Preisanstiegs und das steigende Preisniveau insgesamt ist dies aber keine hinreichende Erklärung.

In der aktuellen Untersuchung hat der ADAC am Donnerstag um 11 Uhr die Preisdaten von mehr als 14000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet. Die ermittelten Preise stellen eine Momentaufnahme dar. Unkomplizierte und schnelle Hilfe für preisbewusste Autofahrer bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“.

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