Der Spiegel warnt: Höherer Verschleiß durch VW’s gepatchte Abgasanlagen

Der VW Skandal oder besser gesagt, der Abgasskandal rund um manipulierte Abgaswerte in vielen Autos nicht nur bei VW hat hohe Wellen geschlagen. Während am Anfang niemand so recht verstanden hat, wo jetzt genau das Problem für den Verbraucher sei und die Problematik in den meisten Köpfen als Umweltsauerei abgetan wurde, konnten einige Medien ganz schnell herausarbeiten wo der eigentliche Skandal liegt. Und obwohl VW gar nicht das einzige Unternehmen war, das sich mit Schummeleien bei den Emissionswerten hervorgetan hatte, ist VW doch die einzige Marke, die durch den Skandal massiv beschädigt wurde.
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Mögliche Langzeitfolgen: Der Skandal geht in die zweite Runde.
Doch für den VW Konzern ist der Schaden mit dem Markenimage noch nicht am Ende der Skandal geht jetzt erst in die zweite Runde. Zumindest öffentlich. So warnt die EU-Kommission derzeit vor durch die Manipulation entstandene – mögliche – Langzeitfolgen für die Dieselmotoren von VW, die ja bekanntlich zur Umrüstung in die Werkstätten zurückgerufen wurden. Nach Angaben des Nachrichten Magazins der Spiegel gehe man bei der EU davon aus, dass durch die neu eingespielte Software einzelne Motorelemente stärker in Mitleidenschaft gezogen würden.
Konkret sind nach Anagabens des Spiegels folgende Komponenten möglicherweise von höherem Verschleiß betroffen:
- Abgasrückführventil
- Speicherkatalysator
- Harnstoff-Injektionssystem
- SCR-Katalysator/Partikelfilter
ADAC will eigene Flotte prüfen
Es bestehe bei den Experten der Verdacht, dass die Motorbauteile durch die Updates früher versagen. Auch der ADAC spielt bei der Pressearbeit wieder eine tragende Rolle. Offenbar will der Club die eigenen VW Fahrzeuge, die er für den Pannendienst nutzt, auf eine langfristige Probe in Punkto höherem Motorverschleiß stellen.
„Wir müssen davon ausgehen, dass selbst Volkswagen die Langzeitfolgen seiner Umstellungen nicht kennt“
unterstellt Martin Ruhdorfer, ein ADAC-Technik Experte dem Autokonzern gegenüber dem SPIEGEL. Eine verbindliche Garantieerklärung, dass das Motormanagement Update keine langfristigen Schäden zur Folge hat, will der Konzern bisher jedenfalls – glaubt man den Medienberichten – nicht ausstellen.
Symbolfoto


"obs/Brand Science Institute (BSI)"




