Foto: Wikimedia

Von wegen Einigung mit den US Behörden. Um den VW Abgasskandal war es lange ruhig und zeitweise dachte man, das war es jetzt mit dem „Skandal“. Doch nun kommt wieder etwas mehr Skandalluft aus den Staaten zu uns rüber. Die Amerikaner, bzw. das zuständige Justizministerium klagt nun weitere fünf leitende Führungskräfte zusätzlich zu dem bereits festgenommenen VW-Manager an.

Anklage wegen Betrug

Die Anklage lautet Betrug, was in den USA keine Bagatelle ist, vor allem nicht in diesem Ausmaß. Die USA lässt sich anders als es in Deutschland scheint nicht von einer Entpersonalisierung von Verantwortung austricksen. Die Perspektive, die vor allem in Deutschland gerne von Spinndoktoren hergestellt wird, dass ein ganzer Konzern „irgendwie“ verantwortlich sei, schlägt in den USA – zu Recht – gehörig fehl.

Korporative-Kollektivschuld gibt es für US Gerichte nicht

„Es sind keine multinationalen Unternehmen ohne Gesicht, die Verbrechen begehen, sondern Menschen aus Fleisch und Blut“

So sieht das Sally Yates, die als stellvertretende Generalstaatsanwältin in die Ermittlungen eingeschaltet ist.

Angeklagt werden zwei exponierte Motorenentwickler, der ehemalige Entwicklungschef, sowie zwei Qualitätsmanager.

Inzwischen ist nicht einmal mehr klar, ob nicht selbst noch dem geschiedenen Prof. Winterkorn vor einer Anklage sicher ist.

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