Winterreifen versicherheitsrelevant

Winterreifen versicherheitsrelevant

Winterreifen können für die Versicherung relevant sein.

Ja, wir wissen, dass Sie es wissen. Und dennoch: Wir berichten nochmals. Als Automagazin hat man eine gewisse Verpflichtung bzw. Verantwortung seinen Lesern gegenüber, auch einmal Dinge wiederholt auf die Agenda zu setzen, die nerven. So ist das zum Beispiel mit dem alljährlichen Winterreifen-Gerede der Fall.

Wir alle wissen, dass es keine generelle Pflicht zur Bereifung mit Winterreifen gibt, wir als Autofahrer aber laut Straßenverkehrsordnung (§2 Absatz 3a der StVO) angehalten sind, die Bereifung unserer Fahrzeuge „den Witterungsbedingungen anzupassen“. Was früher recht schwammig ausgelegt werden konnte, ist inzwischen durch den Gesetzgeber umfassend konkretisiert und definiert worden. Autofahrer müssen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte Winterreifen aufgezogen haben.

Die Umrüstung auf Winterreifen ist überfällig

Mit einem Blick aufs Thermometer dürfte dann so langsam klar sein, dass es Zeit ist zu wechseln. Folgt man der klassischen Regel von „O-O“, also von Ostern bis Oktober, dann sind wir eigentlich auch schon wieder überfällig. Aber die Wahrscheinlichkeit dass Niederschlag zu Schnee und Blitzeis wird, ist dieser Tage durchaus wahrscheinlicher.

Wer sich an die Regelung durch die StVO nicht hält, nimmt ein Bußgeld und Punkte in Flensburg in kauf. Mindestens 60€ kassieren alle, die die Polizei bei Winterwetter mit Sommerreifen antrifft, den Punkt im Register gibt es gratis dazu. Wird der Verkehr zusätzlich durch die falschen Reifen behindert, gefährdet oder kommt es gar zum Unfall, kann das Bußgeld auf bis zu 120 Euro steigen.

Versicherung könnte Regressansprüche stellen

Natürlich kann die falsche Bereifung auch beim Versicherungsschutz Konsequenzen haben. Vor allem dann, wenn Schnee schon lange Zeit für Behinderungen auf den Straßen gesorgt hat. Natürlich reguliert die Kfz-Haftpflichtversicherung eines Unfallverursachers immer den Schaden der Gegenseite. Jedoch kann sie den eigenen Versicherungsnehmer, der ohne Winterreifen unterwegs war, im Nachgang mit bis zu 5.000€ in Regress nehmen.

Foto: HUK

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