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Foto: obs/ADAC SE/Stephan Bartsch

Wir hoffen, liebe Leserinnen und Leser, dass Sie niemals auf ihre Dienstleistung angewiesen sind, aber wir alle wissen, dass es gut ist, dass es sie gibt; die ADAC Luftrettung.

Seit dem 1.1.2019 startet die gemeinnützige ADAC Luftrettung auch von Zwickau aus zu Einsätzen, bei denen es in der Regel um Menschenleben geht. Der Rettungshubschrauber „Christoph 46“ der neuen ADAC Luftrettungsstation ist wie sein Vorgänger am Heinrich-Braun-Klinikum (HBK) stationiert. Den Zuschlag für den Betrieb der Station hatte die Landesdirektion Sachsen im August nach einer europaweiten Ausschreibung an die ADAC Luftrettung vergeben. Der Vertrag für den Betrieb läuft über 8 Jahre. Das Einsatzgebiet von „Christoph 46“ erstreckt sich über einen Radius von bis zu 70 Kilometern.

„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Qualitätskonzept überzeugen konnten und nun neben Leipzig auch für Patienten in Westsachsen schnelle Hilfe aus der Luft sicherstellen können. Für die optimale notfallmedizinische Versorgung der Menschen in der Region steht eine sehr erfahrene und hochprofessionelle Crew zur Verfügung“, sagt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung. Und betont: „Mit dem Heinrich-Braun-Klinikum (HBK) haben wir einen zuverlässigen Partner mit viel Luftrettungskompetenz an der Seite“.

Heinrich-Braun-Klinikum kooperiert mit der ADAC Luftrettung

Klinik-Geschäftsführer Rüdiger Glaß erklärt:

„Wir freuen uns ebenfalls auf die Zusammenarbeit und sind uns sicher, mit dem Know-how der ADAC Luftrettung die qualitativ hochwertige Notfallversorgung in der Region weiterhin garantieren zu können.“

Die Vorbereitungen für den Start in Zwickau laufen bereits seit Wochen auf Hochtouren. Anfang Dezember gab es Sicherheits- und Arbeitsschutzeinweisungen sowie Schulungen zu Qualitätsmanagement, Hygiene und Medizingeräten. In den kommenden Monaten folgen noch umfangreiche Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten.

1300 Einsätze pro Jahr werden erwartet. Crew besteht aus 24 Mitgliedern

Die Crew von „Christoph 46“ rechnet mit rund 1.300 Einsätzen pro Jahr. Der Hubschrauber startet täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Die Koordinierung der Einsätze erfolgt über die Integrierte Regionalleitstelle Zwickau.

Das Team der Station besteht aus 24 Crew-Mitgliedern: darunter drei Piloten, fünf Notfallsanitäter (TC HEMS) und 16 Notärzte. Die Piloten stammen allesamt von der bisherigen ADAC Luftrettungsstation in Bautzen. Stationsleiter ist Pilot Mario Hartmann, Leitender Notfallsanitäter Frank Peschel und Leitender Hubschraubernotarzt Dr. Frank Thümmler vom Heinrich-Braun-Klinikum.

„Christoph 46“ gehört zu den modernsten Rettungshubschraubern. Die Maschine des Typs EC 135 hat mehr als 1.200 PS. Sie ist rund zwölf Meter lang, etwa zweieinhalb Meter breit und dreieinhalb Meter hoch. Der Rotordurchmesser beträgt rund zehn Meter. Die Reichweite einer EC135 liegt bei rund 600 Kilometern. Die Einsatzgeschwindigkeit beträgt mehr als 220 Stundenkilometer. Bundesweit starten die Hubschrauber der ADAC Luftrettung im Jahr zu mehr als 54.000 Notfällen. Im Durchschnitt heben die Crews der ADAC Luftrettungsstationen damit rund 150 Mal am Tag ab.

Foto: TÜV Rheinland

Bekanntlich gibt es in Deutschland ja immer erst weiße Weihnachten, wenn das Weihnachtsfest vorbei ist. Genau diese Situation kündigt sich gerade an und sorgt – wie jedes Jahr – für erhebliche Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr auf den Autobahnen und Landstraßen. Ganz aktuell warnt der TÜV wieder vor herabfallenden Eisbrocken von LKW‘s

„Gerade in Kurven oder bei schneller Fahrt können sich Schnee und Eisbrocken vom Dach lösen und den nachfolgenden Verkehr gefährden“,

erklärt Thorsten Rechtien, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland. Zudem behindern abfliegende Schneewolken und Eispartikel die Sicht, können Fahrzeuge beschädigen und andere Verkehrsteilnehmer zu waghalsigen Ausweichmanövern zwingen.

LKW-Fahrer tragen immer die Verantwortung für Ihre Fahrzeuge

Egal ob Pkw oder Lastwagen – generell gilt: Im Straßenverkehr darf niemand behindert oder gar geschädigt werden. Deshalb ist der Fahrer vor dem Fahrtantritt verpflichtet, Auto oder Lkw von Schnee und Eis zu befreien, ansonsten begeht er eine Ordnungswidrigkeit. Bei Unfällen kann es sogar Probleme mit der Haftpflichtversicherung geben.

Gerüste für die Kontrollblicke der Lkw-Fahrer

Einige Autobahnraststätten stellen spezielle Kotrollgerüste zur Verfügung, von denen aus Lkw-Fahrer das Dach und die Plane ihres Fahrzeugs erreichen können. Andernfalls müssen sie eine Leiter benutzen, um Schnee und Eis zu entfernen.

„Nachfolgende Fahrzeuge sollten im Winter generell einen großzügigen Sicherheitsabstand zu Lastwagen halten“

, betont der TÜV Rheinland-Fachmann und fügt hinzu:

„Besondere Vorsicht gilt an Autobahnauffahrten. Wenn Lastwagen beschleunigen, ist das Risiko groß, dass sich noch auf der Plane liegende Schnee- und Eisreste lösen.“

Foto: ADAC e.V.

Die Zeit, in der die Verkehrsstatistik sukzessive weniger Verkehrstote ausweisen konnte, sind leider seit diesem Jahr vorbei. Die Anzahl der Verkehrstoten in Deutschland soll laut einer aktuellen Prognose des ADAC im Jahr 2018 um 3,3%  auf 3.285 Todesfälle steigen.

Im Jahr zuvor sind 3180 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschäden wird demnach etwas zunehmen: Wurden im Vorjahr rund 303000 Unfälle registriert, rechnet der ADAC für 2018 mit rund 309000 – ein Plus von 2,2%. Die Zahl der Verunglückten wird von 393000 auf voraussichtlich 400000 steigen. Nahezu unverändert ist die Bilanz bei den polizeilich erfassten Unfällen: Deren Zahl wird 2018 voraussichtlich bei 2,64 Mio. liegen.

Ebenfalls viele Radfahrer im Verkehr gestorben

Während die Zahl der getöteten Pkw-Insassen und der Fußgänger gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken ist, fällt vor allem ein Anstieg der ums Leben gekommenen Radfahrer auf.

Nach Ansicht des ADAC zeigen die prognostizierten Unfallzahlen, dass die Verkehrssicherheitsarbeit dringend neue Impulse benötigt. So sollte eine Strategie für 2030 entwickelt werden, wie die hohe Zahl an Verkehrsunfallopfern verringert werden kann.

Zunahme von Konfliktpotential durch E-Kleinstfahrzeuge

Handlungsbedarf sieht der ADAC etwa aufgrund des demografischen Wandels und der wachsenden Zahl älterer Menschen, die am Verkehr teilnehmen. Aufgrund des höheren Lebensalters haben sie ein größeres Risiko für Verletzungen. Gleichzeitig steigen immer mehr Senioren aufs Fahrrad und nutzen dabei häufig Pedelecs und E-Bikes. Konfliktsituationen im Straßenverkehr sind auch durch die bevorstehende Legalisierung von elektrischen Kleinstfahrzeugen zu erwarten.

Foto: Pixabay

Die Anzahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt werden, die unter dem Einfluss von Drogen entstehen, hat sich zwischen 1991 und 2017 nach Angaben des Statistischen Bundesamts nahezu verfünffacht. Außerdem müssen immer mehr Menschen auf Grund von Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln oder der Einnahme von Medikamenten zu einer MPU. Schätzungen zu Folge weisen mehr als 600000 Menschen in Deutschland einen gesundheitsbeeinträchtigenden Konsum von Cannabis auf. Der ADAC hat deshalb in einer Umfrage ermittelt, wie die Gefahren des Konsums illegaler Drogen in der Bevölkerung wahrgenommen werden.

ADAC startete Umfrage zum Drogenkonsum im Straßenverkehr

Wie gefährlich sind die Einflüsse bestimmter berauschender Mittel beim Führen eines Autos auf die Sicherheit im Straßenverkehr: Auf diese Frage antworteten 96%, dass aus ihrer Sicht Drogen wie Amphetamine, Kokain, LSD und Ecstasy besonders gefährlich sind, dicht gefolgt von Alkohol. Die geringste Gefahr geht nach Meinung der Bevölkerung (87 %) von Cannabis aus, Ablenkung durch das Handy oder Müdigkeit werden als gefährlicher angesehen.

Generell fühlen sich viele Menschen nicht ausreichend über die Gefahren von Drogen informiert. Während 78 % der Befragten angaben, recht gut über die gesundheitliche Gefahren von Alkohol informiert zu sein, waren es bei Cannabis nur 43 % und bei anderen Drogen wie Kokain, LSD oder psychoaktiven Pilze noch weniger.

27% gaben an, selbst schon einmal Cannabis ausprobiert zu haben

Immerhin 27 % gaben an, selbst schon einmal Cannabis ausprobiert zu haben. Hinzu kommt, dass in allen Altersklassen mindestens acht Prozent der Befragten Bekannte haben, die nach Cannabiskonsum Auto gefahren sind.

Was mehr als ein Drittel nicht weiß und vor allem für Jugendliche von Bedeutung ist: Auch wer noch keinen Führerschein hat und Drogen konsumiert, läuft Gefahr, dass er erst eine medizinisch-psychologische Untersuchung absolvieren muss, bevor er eine Fahrerlaubnis bekommen kann.

Für den ADAC sind die Zahlen ein ernstzunehmendes Warnsignal: Sie lassen vermuten, dass sich nicht alle Konsumenten der Risiken einer Teilnahme am Straßenverkehr unter Drogeneinfluss bewusst sind. Vor allem durch das verringerte Konzentrations-, Wahrnehmungs- und Urteilsvermögen erhöht sich das Unfallrisiko für sich selbst und für dritte.

Foto: CODUKA GmbH/A. Labrentz

Dass Autofahrer die „Melkkuh der Nation“ sind, war früher eine nicht ganz ernstgemeinte Floskel, die in den letzten Jahren immer mehr an Wahrheitsgehalt gewinnt. Autofahren ist nicht nur aufgrund von Steuern und Kraftstoffkosten teuer, auch die Verkehrsregulartoren fordern über teilweise überzogene Regularien ihren finanziellen Tribut. Vom Autofahrer wird heutzutage eine penible Einhaltung von Verkehrsregeln eingefordert. Dabei wird immer mal wieder deutlich, dass gerade die Kontrolleure es immer mal wieder nicht so sehr genau nehmen mit den Regeln, zeigt das Portal geblitzt.de mit regelmäßigen Pressemeldungen darüber.

Ordnungswidrigkeit, die gar keine war

Ein Autofahrer aus Guldental staunte nicht schlecht über seinen Anhörungsbescheid. Darin warf ihm die Zentrale Bußgeldstelle des rheinlandpfälzischen Polizeipräsidiums eine Ordnungswidrigkeit vor, die in Wirklichkeit gar keine war. Der Betroffene wandte sich in seiner Not an die Coduka GmbH. Über deren Online-Service Geblitzt.de wurden seit Firmengründung im Jahr 2013 bereits an die 200.000 Bußgeldvorwürfe geprüft.

Der Autofahrer war im Sommer dieses Jahres mit der amtlich „festgestellten Geschwindigkeit von 128 km/h“ auf der Bundesautobahn 61 Richtung Ludwigshafen unterwegs. Obwohl die „zulässige Geschwindigkeit“ an der Messstelle 130 km/h beträgt, leiteten die Beamten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Der Vorwurf: „Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 2 km/h.“ Dabei ist der vermeintliche Verkehrssünder eigentlich sogar unterhalb des Tempolimits geblieben.

Vorwürfe fernab jeder Verkehrsregel-Logik

„Folglich ist der Vorwurf nicht nur unrechtmäßig, sondern fernab jeder Verkehrsregel-Logik“, sagt Jan Ginhold als Geschäftsführer der Coduka. Bei der Ermittlung von Verkehrsverstößen sei nichts unmöglich. „Es gab schon Fälle, in denen die Behörden sogar physikalische Gesetze ausgehebelt haben. Einmal soll ein Pkw-Fahrer laut Bußgeldbescheid zur exakt selben Zeit an mehreren Orten gleichzeitig geblitzt worden sein.“ Doch nicht nur bei kuriosen Bußgeldvorwürfen bietet das Berliner Unternehmen Verkehrsteilnehmern eine kostenfreie Überprüfung an.

Dafür arbeitet die Coduka GmbH eng zusammen mit zwei großen Anwaltskanzleien, deren Verkehrsrechtsanwälte bundesweit vertreten sind. Die Zahlen können sich sehen lassen. Täglich erreicht das Geblitzt.de-Team eine Flut von Anfragen. 12 % der betreuten Fälle werden eingestellt. Bei weiteren 35 % besteht die Möglichkeit einer Strafreduzierung. Und wie finanziert sich das kostenfreie Geschäftsmodell? Durch die Erlöse aus Lizenzen einer selbst entwickelten Software, mit der die Anwälte ihre Fälle deutlich effizienter bearbeiten können. Somit leistet die Coduka GmbH aufgrund des Einsatzes von Legal-Tech-Lösungen Pionierarbeit auf dem Gebiet der Prozessfinanzierung.

Fahrer letztendlich vom Vorwurf freigesprochen

Der Fall des Fahrers aus Guldental erwies sich erst Wochen später als Fehler vom Amt. Die Beamten waren an diesem Tag nicht auf Temposünder aus, sondern führten eine Abstandkontrolle durch. Dabei errechneten sie über den Weg und die Zeit auch die Geschwindigkeit des Autofahrers. Nur, die war völlig korrekt und kein Grund für die Einleitung eines Verfahrens. Dem Betroffenen wird kein Geschwindigkeitsverstoß mehr vorgeworfen.

Foto: TÜV Rheinland

Am kommenden Sonntag, also schon morgen ist der erste Advent. Viele Menschen beginnen landauf landab damit, sich in eine positive Weihnachtsstimmung zu bringen. Beleuchtung und Lichterketten an vielen Fenstern und an unzähligen Hauswänden sind wir ja bereits gewohnt. Auch ausgiebig ausgeleuchtete Schaufenster kennen wir bereits, die an Verkehrswegen schon mal blenden können. Nun allerdings greift die Deko-Wut auch schon auf Autos über.  Der TÜV warnt anlässlich dieses Trends entschieden vor Gefahren durch Dekolicht. Am Innenspiegel baumelt mitunter ein buntes LED-Leuchtband.

Einige Trucker installieren auch gerne grelle Displays, Namensschilder, Firmenlogos oder beleuchtete Reklamefiguren an die Windschutzscheibe. Häufig sind sogar komplette Fahrerkabinen in indirektes Licht getaucht.

Blendgefahr für den Fahrer

Solche Lichter sind im Rahmen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung aus Gründen der Verkehrssicherheit verboten. „An Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern dürfen nur die vorgeschriebenen und für zulässig erklärten Beleuchtungseinrichtungen angebracht sein“, erklärt Thorsten Rechtien, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland.

Der Gesetzgeber befürchtet, dass auffällige „Lichtspiele“ leicht mit Warnzeichen verwechselt werden können. Außerdem können sie den Fahrer blenden und andere Verkehrsteilnehmer ablenken.

Auch Innenleuchten sind verboten

Auf dem Index stehen auch Unterbodenleuchten oder angestrahlte Radkästen und beleuchtete Scheibenwaschdüsen. „Das Verbot bezieht sich auch auf Innenleuchten mit Außenwirkung. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Lichtquelle direkt zu sehen ist oder es sich um eine indirekte Projektion handelt“, betont Rechtien

Foto: obs/CODUKA GmbH/A. Labrentz

Manchmal, wenn wir von einem roten Blitz während des Autofahrens getroffen werden, fragen wir uns, ob der Blitzer nicht vielleicht falsch aufgestellt wurde und zu Unrecht an dieser Stelle blitzt. Dann aber erinnern wir uns daran, dass es immer häufiger nur ums Geldmachen, denn um Verkehrssicherheit geht und trauen den Städten nicht zu, so dumm zu sein, den Blitzer falsch aufzustellen. Aber, wie dieses Beispiel zeigt, ist das falsch gedacht.

Denn: Im Schwäbisch Gmünder Einhorn-Tunnel wurde monatelang zu Unrecht geblitzt. Rund 4000 Lkw-Fahrer sind betroffen. Erlaubt waren 80 Stundenkilometer, geblitzt aber wurden die Lastkraftwagen schon bei 60 km/h. Achthundert (!) Fahrer bekamen nicht nur ein Bußgeld, sondern auch Punkte in Flensburg aufgebrummt. Wer bereits bezahlt hat, guckt in die Röhre. Denn mit der Zahlung habe man den Vorwurf automatisch anerkannt, sagt die Stadt.

Jan Ginhold, Geschäftsführer der Berliner Coduka GmbH, ist über das Verhalten der Stadt empört:

 „Es ist doch skandalös, dass gerade Berufsfahrer grundlos Punkte in Flensburg erhalten. Das könnte im Einzelfall den Entzug der Fahrerlaubnis zur Folge haben und ist somit existenzgefährdend. Wer wie die Bußgeldstelle einen Fehler gemacht hat, muss auch dafür geradestehen.“

Wie das gehen soll, weiß Ginhold auch – schließlich hat es sich das Legal Tech Unternehmen seit 2013 zur Aufgabe gemacht, Verkehrsteilnehmern über den Online-Service Geblitzt.de kostenfrei zu helfen.

 „Es liegt im Ermessen der Stadt, Bußgelder zu erstatten. Das wäre nur fair gegenüber den geprellten Fahrern. Doch wenn das nicht geschieht, können sich Betroffene mittels eines Gnadengesuchs selbst an die Behörden wenden.“

Die Coduka GmbH arbeitet eng zusammen mit zwei großen Anwaltskanzleien, deren Verkehrsrechtsanwälte bundesweit vertreten sind. Die Zahlen können sich sehen lassen. Täglich erreicht das Geblitzt.de-Team eine Flut von Anhörungsbögen und Bußgeldbescheiden. 12 % der betreuten Fälle werden eingestellt, bei weiteren 35 % besteht die Möglichkeit einer Strafreduzierung.

Infos: Coduka GmbH

Foto: Wikimedia

Über Rettungsgassen und Gaffer im Straßenverkehr ist im Jahr 2018 viel debattiert worden. Inzwischen müsste auch der letzte Autofahrer im entferntesten Dorf Deutschland mitbekommen haben, wie man sich im Falle von herannahenden Rettungskräften zu verhalten habe. Leider ist dies, wie eine Studie des DRK zeigt, ein frommer Wunsch. Rettungsgassen sind auf deutschen Straßen nach wie vor ein großes Problem.

80% aller Einsätze werden behindert

80% aller Einsätze des Deutschen Roten Kreuz werden von nicht gebildeten oder blockierten Rettungsgassen behindert. Hierdurch verlieren die herannahenden Retter bis zu fünf Minuten auf dem Weg zum Einsatzort.  Fünf Minuten, die eindeutig zuviel sind, wenn es darum geht, schwer verletzte oder eingeklemmte Personen zu retten.

96 befragte Teams

Für die Studie wurden 96 Rettungsteams des Deutschen Roten Kreutz aus Baden-Württemberg, Bayern, dem Saarland, Niedersachsen, Berlin und Sachsen befragt.

Bereits im Oktober 2017 wurden die Strafen für Rettungsgassenmuffel deutlich verteuert. Heute kann das Blockieren einer Gasse bis zu 320 Euro  kosten und im schlimmsten Falle ein Fahrverbot bedeuten.

Foto: TÜV Rheinland

Es ist wieder soweit: Der Herbst ist da und das nicht unerheblich. In Hamburg war sogar schon der Winter zur Stelle. Traurige Konsequenz: Eine Obdachlose Frau erfror auf der Straße. Aber auch der Straßenverkehr birgt wieder erhebliche Gefahren, die wir aufgrund des trockenen Sommers und den lange nicht erlebten dunklen Tagen schon fast vergessen hatten: Nebelbänke oder feuchtes Laub, Raureif und erster Schnee machen die Straßen glitschig und glatt.

Vorausschauendes Fahren ist das Mittel der Wahl

Vorausschauendes Fahren ist dann besonders wichtig. Wer auf Straßenverhältnisse und Umgebung achtet, kann bestimmte Gefahren erkennen. Zum Beispiel taucht Nebel eher selten überraschend auf, sondern bildet sich in Mulden, entlang von Flüssen und Seen. Wer dennoch von einem Nebelfeld überrascht wird, sollte nicht abrupt, sondern sachte abbremsen, den Fuß vom Gas nehmen und das Tempo den Sichtverhältnissen anpassen.

„Der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sollte so viele Meter betragen wie der Tacho als Geschwindigkeit anzeigt“, sagt Thorsten Rechtien, Kraftfahrtexperte bei TÜV Rheinland. „Wer Tempo 70 fährt, sollte dann auch mindestens 70 Meter Abstand halten. Die Leitpfosten am Fahrbahnrand lassen sich gut zur Abstandsmessung nutzen, da sie meist 50 Meter auseinander stehen.“

Zu beachten: Bei Nebel ebenso bei Regen und Schnee, unbedingt das Abblendlicht anmachen, denn beim Tagfahrlicht können die Heckleuchten je nach Fahrzeug ausgeschaltet sein. Die Nebelschlussleuchte darf jedoch nur unter 50 Meter Sichtweite eingeschaltet sein. Dann beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h.

Freie Scheiben für freie Sicht

Zu den Begleiterscheinungen im Spätherbst und Winter gehören auch von Raureif und Eis bedeckte Scheiben. So unangenehm es bei Kälte auch sein mag, vor dem Losfahren müssen alle Autoscheiben freigekratzt sein. Nur ein Guckloch reicht nicht aus. Deutlich komfortabler ist eine eingebaute Standheizung mit Zeitschaltuhr.

„Eine Standheizung darf jedoch nur im Freien betrieben werden. Wer bloß kurze Strecken fährt, sollte auf diese Annehmlichkeit verzichten, weil die Heizung vermutlich mehr Batteriestrom verbraucht als während der anschließenden Fahrt nachgeladen werden kann“, erklärt Rechtien.

Dass die feuchte Luft im Wageninnern die kalten Scheiben beschlägt, lässt sich einfach verhindern: Klimaanlage, Scheibenheizung oder Gebläse sorgen schnell wieder für ungetrübte Sicht.

 Foto: SWR – Südwestrundfunk

In einen gefakten Unfall verwickelt zu werden, kann jedem passieren. Häufig merken die Geschädigten gar nicht, dass sie gerade betrogen werden und dass ihre Gesundheit und sogar ihr Leben aufs Spiel gesetzt wurde, denn auf den ersten Blick sind sie ja offensichtlich „schuld“.

TV Tipp: SWR Fernsehen am 10.Oktober

Das SWR Fernsehen sendet mit „Aufgefahren – abgezockt. Die Tricks der Unfallbetrüger“ eine Reportage in der Reihe „betrifft“ zu diesem brisanten Thema.

Fahranfänger und ältere Menschen sind bevorzugte Opfer Die Masche der „Autocrasher“ ist immer gleich: Einen Schaden provozieren, ein Gutachten mit weit überhöhten Reparaturkosten vorlegen und bei der Versicherung abkassieren. Fahranfänger und ältere Menschen sind bevorzugte Opfer. Wie viele Unfälle in Deutschland mutwillig herbeigeführt werden, kann auch Unfallermittler König nicht sicher sagen. Die Versicherungswirtschaft in Deutschland geht jedoch davon aus, dass jeder zehnte Unfall in Deutschland manipuliert ist. Sei es, dass er vorgetäuscht, abgesprochen oder eben provoziert wurde. Der Schaden beliefe sich demnach auf ca. 1,3 Milliarden Euro – eine Summe, die alle Versicherungsnehmer durch Zuschläge auf ihre Versicherungsprämie tragen müssen.

Sendetermin: „betrifft“-Reportage am Mittwoch, 10. Oktober 2018, 20:15 Uhr im SWR Fernsehen

In der Reportage erzählen die Opfer von Autocrashern, was sie erlebt haben. Die Autoren Cornelia Uebel und Yüksel Ugurlu begleiten Kommissar König bei seinen Ermittlungen und treffen einen Szene-Insider, der erklärt, wie die Täter vorgehen. Und sie fragen, was die deutschen Versicherer gegen diese Form des Betrugs unternehmen – gegen das Geschäft mit dem Crash.