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Sicherheitslücken bei Keyless Go Systemen

Vor der Unsicherheit der Bequemlichkeit

Schöne neue Welt. Alles ist digital, alles ist vernetzt. Das Leben ist bequem geworden. So bequem, dass selbst Kriminelle nicht mehr viel unternehmen müssen, um Ihnen Ihren Luxusschlitten direkt vor der Nase weg zu klauen, ohne dass dabei eine Scheibe oder ein Schloss zerstört wird und ohne das Sie etwas davon bemerken würden. Die Keyless Go Systeme in den meist teureren Autos machen das möglich. Leider eröffnen Sie auch Dieben Tür und Tor.

Allein in Köln sind aufgrund von Eklatanten Sicherheitslücken in den Systemen schon fünfzig Fahrzeuge gestohlen worden. Eine Bilanz, die aufhorchen lässt, vor allem deshalb, weil kein Hersteller auf die Dringlichkeit reagiert und die Systeme scheinbar weiterhin anfällig bleiben.

Das System funktioniert so: Der Schlüssel zum Fahrzeug bleibt in der Tasche, der Autobesitzer muss beim Öffnen und Starten weder einen Knopf drücken noch den Zündschlüssel umdrehen. Das Auto erkennt per Funk, dass der Fahrer in der Nähe ist und gibt alle Funktionen frei. Das ist zwar praktisch, stellt aber auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko da, wie die Zeitschrift AUTO BILD bereits exklusiv berichtet hat (Ausgaben 1 und 18/2016): Mit Hilfe von Funkreichweitenverlängerer können Diebe das Signal abfangen, das Fahrzeug unbemerkt öffnen, den Motor starten und wegfahren.

Keyless Go Unsicherheit bekannt aber unbeachtet

Die Sicherheitslücke ist seit Monaten bekannt, die Autohersteller haben sie aber bisher nicht gestopft.

Deshalb legt AUTO BILD (Ausgabe 45/2016, EVT: 11.11.2016) erneut den Finger in die Wunde: Per Reichweitenverlängerer öffnet AUTO BILD-Redakteur Claudius Maintz vier von fünf Keyless Go-Autos in Sekundenschnelle. „Eigentlich besteht dringender Handlungsbedarf“, sagt Maintz. „Die Autoindustrie aber schaut untätig weg und scheint nicht wirklich daran interessiert zu sein, Keyless Go endlich sicher zu machen.“

Beim AUTO BILD Feldversuch kommt ein einfacher Funkreichweitenverlängerer für 90 Euro zum Zug. Getestet wurde ein BMW 5er, Nissan Qashqai, Ford Galaxy und Renault Mégane Cabrio leichte Beute. Einzig der Audi A8 blieb beim Test verschlossen. Höchstwahrscheinlich kommunizieren Auto und Schlüssel lediglich auf einer anderen Frequenz. Wenn Kriminelle den Funkreichweitenverlängerer umstellen, können sie möglicherweise auch den Audi problemlos öffnen.

Sicher sind Funkschlüssel derzeit offenbar nur in Metalldosen oder in Alufolie. Neuerdings sind außerdem kleine Schlüsseltaschen auf dem Markt, die durch mehrlagige metallisierte Stoffe das Signal des Schlüssels abschirmen. Adabsurdum: Vor jeder Ver- und Entriegelung muss der Fahrer den Schlüssel aus Dose oder Tasche holen, das teure Keyless Go-System wird damit überflüssig.

Claudius Maintz  hält dazu fest:

 „Keyless Go muss bis auf weiteres aus den Preislisten verschwinden. Doch das ist eher unwahrscheinlich. Denn mit jedem gestohlenen Auto verkaufen die Hersteller ein neues.“

Wer mehr über das Thema wissen möchte, der sollte sich die aktuelle AUTO BILD besorgen.

Foto: Autobild


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