Autodiebe schlachten Fahrzeug in Esse aus

Autodiebstahl hat entlang offener Grenzen und steigender Teilenachfrage viele Facetten. Jetzt ist über die WAZ ein Fall öffentlich geworden, der aufhorchen lässt.  Am Donnerstag wurde auf der Rüttenscheider Manfredstraße um ca. halb sieben morgens ein 116er BMW auf offener Straße komplett demontiert vorgefunden. Das Fahrzeug wurde komplett zerlegt und die dabei entstehenden Autoteile entwendet. Was zunächst wie ein schwerwiegender Unfall aussah, entpuppte sich erst bei genauerem Hinsehen als Beutezug wahrscheinlich organisierter Kriminalität.

Wie die WAZ berichtet, seien selbst Polizei und Sachverständige von dem „Raub auf Raten“ beeindruckt gewesen. das Fahrzeug sei gewissermaßen fachmännisch auseinander genommen und dann lautlos abtransportiert worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei der handwerklichen Meisterleistung um eine in Auftrag gegebene Diebstahl-Leistung handelt.

Dieses ist ebenfalls deshalb zu vermuten, weil wichtige und teure Ersatzteile wie etwa das Lenkrad, Schaltknüppel nebst seiner Verkleidung, alle Airbags, wie zum Beispiel Fahrerairbag, Seitenairbags aus den Türverkleidungen und Beifahrerairbags entwendet wurden. Und obwohl die Diebe keinen Grund dafür gaben anzunehmen, dass Sie nicht vom Fach seien, ließen sie es sich nicht nehmen auch noch die Betriebsanleitung des 116 BMW mitgehen zu lassen. In der Summe ließen sie nur noch eine nackte Karosserie zurück. Ein Umstand, den man auf offener und öffentlicher Strasse, wie der Mannfredstraße in Rüttenscheid auch ersteinmal hinbekommen muss.

Hirbei muss man festhalten, dass in Deutschland die vermutlich litauischen Autoschieber immer professioneller zu Werke gehen und / oder die Sensibilität der Bevölkerung für das, was möglicherweise kriminelles um Sie herum passiert entschieden nachlässt. Jeder, der schon einmal in einer Werkstatt dabei zugesehen hat, wie ein Fahrzeug demontiert wird weiß, dass dies ohne Geräusche nicht funktioniert. Es ist eigentlich kaum vorstellbar, dass niemand etwas von dem Ausschlachtungsmanöver mitbekommen hat.

Die Polizei tappt nach eigenen Angaben in diesem Fall noch im Dunkeln, wer hinter dieser „Präszisionstat“ stecken könnte. Wie oben bereits angesprochen, geht man aber davon aus, dass es sich um Auftragsarbeiten aus Litauen handelt.

Foto: Screeshoot derWesten.

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