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Berliner Raser-Mordurteil verunsichert zutiefst.

Foto: Autoankauf Online / Google Screenshot

In Berlin sind gestern erstmals zwei Raser infolge eines tödlichen Unfalles wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die beiden Verurteilten leisteten sich im Februar des vergangenen Jahres ein illegales Autorennen mitten in Berlin. Die Fahrer überfuhren bei ihrem Rennen elf rote Ampeln, passierten den Kurfürstendamm mit bis zu 160 km/h. Dann geschah das Ungück: Der 27-Jahre alte Raser fuhr ungebremst in einen Jeep-Geländewagen, dessen Ampel grün zeigte und schleuderte das schwere SUV dabei fast 80 Meter über die Kreuzung. Der Fahrer des Jeeps war sofort Tod.

Raser in Berlin eindeutig schwerstkriminell

Betrachtet man die Tat, so ist ohne Zweifel von einer hochgradig kriminellen Energie der Raser auszugehen. Umgangssprachlich könnte man der Auffassung sein, dass Menschen, die ein Autorennen in der Innenstadt veranstalten geistig zurückgeblieben sind, weil sie ganz offensichtlich die Folgen aus einem solchen Verhalten nicht abschätzen können. Ganz offenbar sind die Raser aber nicht geistig gestört, sondern neigen zu einer „massiven Selbstüberschätzung“ wie es die ZEIT in einer aktuellen Berichterstattung ausdrückte. Voll schuldfähig seien die Täter ganz offenbar gewesen und von dem Gedanken besessen das begonnen Rennen zu gewinnen, um damit das eigene Ego zu befriedigen, urteilte eine Verkehrspsychologin. Darüber hinaus bestehe, nach Angaben der Gutachter ein hohes Rückfallrisiko.
Lange Haftstrafen waren in diesem hoch kriminellen Fall sicherlich zu erwarten, sofern nicht das seit Jahren zu lasche Gesetz für derartige Vorgänge angewendet würde. Illegale Autorennen sind letztlich, sofern es zu keinem Unfall kommt, derzeit nicht mehr als eine Ordnungswidrigkeit mit 400 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot.

Berliner Raser-Mordurteil ist unhaltbar

Nun allerdings überzogen die Richter in Berlin das Urteil ins Gegenteil. Sie verurteilten die Raser wegen Mordes zu lebenslangen Haftstrafen und legten dabei die Mordmerkmale soweit und so schwammig aus, dass selbst juristische Laien erkennen, dass es sich bei dem illegalen Rennen nicht um einen Mord gehandelt haben kann. Schließlich sind die Männer in Ihre Autos gestiegen, um ein Rennen gegeneinander auszutragen und dieses zu gewinnen. Auch wenn dabei die Devise „Koste es was es wolle“ eine Grundlage der illegalen Handlung war, ist damit der doch notwendige böse Vorsatz jemanden zu töten nicht gegeben. Die niederen Beweggründe, die ein Mordmerkmal sind, beziehen sich im Kontext der Tat doch wohl – wenn überhaupt – auf den Vorgang des Gewinnens, nicht des Tötens. Darüber hinaus führt es juristisch auch wesentlich zutreffendere Paragrafen ad absurdum.

Renate Künast von den Grünen reflektiert diese Zusammenhänge nicht. Vielmehr gab sie dem RBB ein Interview indem Sie das Raserurteil als „Rechtsgeschichte“ feierte.
Künast:

“Was vorher manchmal noch als Kavaliersdelikt angesehen wurde, kriegt jetzt eine ganz klare Ansage. Das ist auch logisch, wie sollte man sonst den Führerschein bekommen haben, ohne zu wissen, was hohe Geschwindigkeiten ausmachen und hier sagt das Gericht, der Tod eines Menschen ist in Kauf genommen worden und deshalb Mord. Das ist wirklich eine klare Ansage.”

Die klare Ansage von der Künast spricht, weicht aus unserer Sicht den Mordparagrafen bis zur Unkenntlichkeit auf. Ein Rechtsstaat wackelt, nur wegen ein paar rasenden Idioten und überengagierten Richtern. Erschreckend was möglich ist, in dieser Republik dieser Tage. Und Abschreckung erreicht man durch ein fundiertes Urteil, nicht durch eines das jeder Laie als „wackeig“ entlarft.


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