Parkhaustest
Parkhaustest
Foto: Wikimedia Ein Parkhaus ist oft Mangelware. Genau wie Parklücken in der City.

Wenn Sie ein echter Cityhopper, wahlweise auch Cityshopper sind, dann kennen Sie das Problem wohl möglich. Parkplätze sind Mangelware und auch das so häufig als Lösung angepriesene Parkhaus ist eher in weiter denn in absoluter Stadtnähe.

Fall man dann doch mal einen Parkplatz im Gegenverkehr erblickt, drängt sich der Reflex auf, den Beifahrer rauszulassen, um die begehrte Parklücke zu sichern, bzw. frei zu halten.

Doch darf ein Fußgänger eine freie Parklücke reservieren, um einem Freund oder Bekannten die aufreibende Suche zu ersparen? Nein, sind sich die Befragten der aktuellen Studie der R+V24-Direktversicherung einig (97 %).

„Generell haben im öffentlichen Bereich alle Autofahrer das gleiche Anrecht auf einen Parkplatz,“ stellt Anka Jost, Kfz-Expertin bei der R+V24-Direktversicherung, fest. „Verwehrt ein Fußgänger anderen Autofahrern den Zugang zu einem Parkplatz, kann das eine Nötigung bedeuten.“

„Wer zuerst kommt, parkt zuerst“ So regelt es die Straßenverkehrsordnung

Nach Straßenverkehrsordnung ist es so geregelt: Wer zuerst kommt, parkt zuerst. Ein Fußgänger, der einen Parkplatz blockiert und damit eigenmächtig ein Parkverbot ausspricht, dem kann dieses Verhalten als Nötigung ausgelegt werden. Es ist ebenso untersagt, einen Parkplatz mit Gegenständen zu blockieren. Im Falle einer Anzeige und Verurteilung drohen hohe Geldstrafen und Punkte in Flensburg.

Darüber hinaus kann aus dem Freihalten schnell eine gefährliche Situation entstehen. „Blockiert ein Fußgänger eine freie Parkfläche, bringt er auch sich selbst in Gefahr“, so Anka Jost. „Insbesondere, wenn er stehen bleibt, wenn ein anderer Autofahrer in diese Parklücke fahren will.“

Deeskalation! Besser einen anderen Parkplatz suchen, um Streit zu vermeiden

Zwar dürfen Parkplatzsuchende vorsichtig an den Freihaltenden heranfahren, um ihm zu signalisieren, dass er den Parkplatz räumen soll. Doch auch das ist kein Freifahrtschein zum „forschen drängeln“, um ihn zum Weggehen zu zwingen. Das kann ebenfalls als Nötigung gelten. „Damit so eine Situation nicht eskaliert, sollten Autofahrer lieber nach dem Motto ‚Der Klügere gibt nach‘ handeln und einen anderen Parkplatz suchen“, rät Anka Jost.

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