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Navi-Diebstahl bei BMW

Eigentlich sollte man meinen, dass der Navi-Diebstahl ein Relikt aus den frühen 2000ern ist. Die Geräte sind teilweise so billig geworden, dass es sich nicht mehr lohnt, dafür noch ein Auto aufzubrechen. Doch es gibt Ausnahmen. Die eingebauten Navigationsgeräte der Premiumhersteller sind nach wie vor kleine Wertanlangen und deshalb im Fokus vieler Autoknacker-Banden. Die Zeitung AUTO BILD spricht in einer aktuellen Recherche sogar von einer Navi-Mafia.

BMW Navigationsgeräte stehen im Fokus.

Wie AUTO BILD jetzt herausfand, stehen vor allem die Geräte von BMW im Fokus der Kriminellen. Inzwischen tragen in einigen deutschen Großstädten bis zu zwei Drittel aller aufgebrochenen Autos das blauweiße Logo. Bei BMW ist nämlich, im Unterschied zu einigen anderen Herstellern, die Möglichkeit gegeben, das Gerät relativ leicht ein und auszubauen, was sie hervorragend zum Diebesgut prädestiniert. Denn: Anders als bei vielen anderen Herstellern, lassen sich die Geräte vergleichsweise leicht stehlen und in neue Fahrzeuge einbauen.

Nun wollte das Magazin wissen, welchen Weg ein gestohlenes Navi so einschlägt nachdem es gestohlen wurde und staunte nicht schlecht, dass es sich direkt nach dem Diebstahl gewissermaßen rund um die Welt bewegt.

Zur Recherche stattete die Redaktion ein BMW-Navigationsgerät mit einem Peilsender aus und stellte das Fahrzeug an der Hamburger Stadtgrenze relativ demonstrativ ab. In der Nacht vom 22. auf den 23. November 2015 war es dann soweit, dass Kriminelle in die Falle tappten und das präparierte Navi entwendeten. Mit Hilfe des Peilsenders verfolgte AUTO BILD die globalisierten Vertriebswege der Navi-Mafia: Nach 71 Tagen und 18.000 Kilometern wird das Gerät letzten Endes in China in einen neuen BMW eingebaut.

 „Der systematische Schmuggel von geklauten Navis ist ein einträgliches Geschäft. Die Verbindungen reichen von Osteuropa bis nach China. Solange Polizei und Hersteller nur zögerlich reagieren, wird sich daran auch nichts ändern“, sagt AUTO BILD-Redakteur Claudius Maintz.

Navi-Diebstahl: Teilehändler stellen sich dumm.

Teilehändler und Autowerkstätten, die Redakteur Claudius Maintz in Lettland und China zur Rede stellt, geben vor, nichts von illegalen Geschäften zu wissen.

„Es ist ein Riesen-Skandal, dass Polizei und Hersteller das Problem bis jetzt nicht ernst nehmen“, so Claudius Maintz. „Der Navi-Klau muss den Kriminellen an vielen Stellschrauben erschwert werden. Vor allem aber sind BMW-Navis völlig überteuert. BMW macht pro Gerät rund 700 Prozent Gewinn. Wären sie erheblich billiger, würde sich der Handel mit gestohlener Ware nicht mehr lohnen.“

Die Reportage „Weltreise unseres geklauten Navis“ lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 14/2016 von AUTO BILD, die heute (8. April 2016) erscheint.

Foto: Autobild


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