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Nun gut, dass es bei Volkswagen derzeit nicht wirklich rund läuft, was das Image angeht, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Wer sich die Kommentare in den Werbeanzeigen von Volkswagen aufmerksam durchliest, der stellt schnell fest, dass die Analysen der Marktforscher, niemand würde Anstoß am Dieselskandal nehmen, inzwischen eher ein Wunschdenken darstellen. Tiefe Enttäuschung, selbst bei hart gesottenen Fans macht sich breit und schadet der Marke zunehmend.

Jetzt ist bei VW selbst das Update der Dieselmotoren auffällig

Und während der Konzern mit der Aufarbeitung der selbstverschuldeten Diesel-Manipulation beschäftigt ist und sich um Hardware-Updates bemüht, welche die Abgasproblematik zumindest abmildern soll, treten nun erneut – scheinbar meldepflichtige – Probleme mit dem Softwareupdate auf.  Es heißt: „Bei internen Kontrollen seinen Auffälligkeiten festgestellt worden“ Und: Man habe sich unverzüglich und proaktiv mit dem Kraftfahrt Bundesamt in Verbindung gesetzt und den Vorfall angezeigt.

Von der Unregelmäßigkeit betroffen seien Diesel Autos mit 1,2-Liter-Motoren des Typs EA 189. Das Softwareupdate werde vorerst nicht auf weitere Autos des Typs aufgespielt, hieß es bei VW.

Die Unregelmäßigkeiten sollen bei VW nun gleich zu beginn des neuen Jahres aufgearbeitet werden und einer Lösung nahegebracht werden.

Wasser auf die Mühlen der Hardware-Befürworter

Die Unregelmäßigkeiten sind wie Wasser auf die Mühlen der Hardware-Update Befürworter, die gewissermaßen seit Beginn des Skandales auf die Notwenigkeit eines Hardware Updates zur Abmilderung der Dieselproblematik hinweisen und dieses auch politisch aktiv einfordern.

Vermutlich aus Kostengründen weigert sich die Automobilindustrie, eine solche Lösung zu favorisieren.

Foto: Piratenpartei

Die Piraten in Niedersachsen fordern die niedersächsische Landesregierung und die Kommunen auf, gegen VW und seine Tochtergesellschaften Klage einzureichen. Adam Wolf, Politischer Geschäftsführer der Piraten Niedersachsen, sieht die öffentliche Hand in der Pflicht, dem Beispiel Baden-Württembergs zu folgen und VW wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung durch die Lieferung von Dieselfahrzeugen mit manipulierter Motorsteuerungssoftware zu verklagen.

„Vorsätzliche sittenwidriger Schädigung durch die Lieferung von Dieselfahrzeugen“

„Die Klage soll sich hierbei auf alle vom Land bzw. seinen Behörden und von den niedersächsischen Kommunen gekauften und geleasten Dieselfahrzeuge beziehen, die von der manipulierten Steuerungssoftware betroffenen sind. Landes- und Kommunalverwaltungen sind nach dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zur bestmöglichen Verwendung von Steuern und Abgaben verpflichtet. Das wäre dann eine Sammelklage der besonderen Art. Insofern ist es Pflicht des Landes, sich das Geld der Steuerzahlenden, welches im Vertrauen auf moderne und saubere Dieseltechnologie zur Anschaffung von Fahrzeugen verwendet wurde, wegen betrügerischem Verhalten durch die manipulierte Dieselsoftware von VW im Wege der Schadenersatzklage zurückzuholen“, stellt Wolf fest.

„Das Land Baden-Württemberg macht es vor und sieht sehr gute Erfolgsaussichten für eine entsprechende Klage, Nordrhein-Westfalen prüft Ansprüche.  Insofern sollte man sich schnellstmöglich zu einer Klage entschließen,“

ergänzt Thomas Ganskow, kommissarischer Vorsitzender der Piraten Niedersachsen.

Ansprüche verjähren zum Jahreswechsel

„Da zivilrechtliche Schadenersatzansprüche zum Jahreswechsel verjähren, ist Eile geboten. Und gerade Niedersachsen darf sich als Stammland und Anteilseigner am VW-Konzern nicht aus der Verantwortung gegenüber den steuerzahlenden Bewohnern des eigenen Landes zurückziehen. Es ist unabdingbar, jegliche Anscheinnahme der Begünstigung zu verhindern, nur, weil man im Konzern eine Sonderstellung hat.“

Foto: obs/Brand Science Institute (BSI)

Bei deutschen Autofahrern und Konsumenten für der Diskurs um den Dieselskandal verstärkt zur Bereitschaft, die Automarke zu wechseln und sich verstärkt auf Elektromobilität zu fokussieren.

Was beschäftigt die Deutschen beim Thema Diesel- und Abgasskandal am meisten?

Dies sind zwei der Ergebnisse einer aktuellen Studie des Brand Science Institute (BSI), die der Frage nachgeht, was die Deutschen beim Thema Diesel- und Abgasskandal am meisten beschäftigt.

„Die rund um den Dieselskandal geführte Debatte kann mittlerweile als eines der größten Konjunkturprogramme der Nachkriegszeit bezeichnet werden“, sagt Dr. Nils Andres, Geschäftsführer des Brand Science Institute (BSI) und Leiter der Studie. „Problematisch ist jedoch, dass ein indirekter Effekt die Käufer dazu motiviert, ausländische Markenhersteller und neue Mobilitätskonzepte wesentlich stärker in die Kaufentscheidung einzubeziehen“.

Dabei entstünden ehebliche Defizite für die deutsche Automobilindustrie

„Kunden drohen dadurch stärker zu ausländischen Automobilmarken abzuwandern. Und in Sachen Elektromobilität fehlt es hierzulande immer noch an tragfähigen Marktkonzepten.“ Die in Deutschland geführte Diskussion unterstütze laut der Wissenschaftler folglich ausländische Industrien wesentlich stärker als die deutsche. „Lösungsansätze und Maßnahmen zur Aufarbeitung des Abgasskandals sollten stärker auf die eigene Industrie einzahlen“ rät Andres.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Auswirkungen für die Umwelt und gesundheitliche Schäden stehen bei den Deutschen nicht im Fokus des Interesses. Dr. Nils Andres:

„Es liegt daher nahe, dass die Diskussion rund um den Abgasskandal immer stärker einen Selbstzweck verfolgt, statt die eigentlichen Konsequenzen für Mensch und Umwelt zu thematisieren.“

Themenkomplex „Dieselskandal“ vergleichsweise positiv besetzt

Insgesamt bewegen die Deutschen knapp 1476 Fragestellungen rund um den Diesel- und Abgasskandal. Mit Hilfe des „Phrasing“, einem neuen wissenschaftlichen Ansatz, wurden die relevantesten Fragestellungen hieraus in einem mehrstufigen Verfahren extrahiert. Die Datenbasis hierfür lieferte u.a. Google Autosuggest. Auf Basis von Netzwerkanalysen wurden die Strukturen hinter den Fragestellungen identifiziert und die Motive mit Hilfe motivationsforscherischer Ansätze genauer analysiert.

Zehn zentrale Themenfelder beschäftigen die Deutschen am meisten.

Dabei konnten die Wissenschaftler zehn zentrale Themenfelder identifizieren, die die Deutschen besonders interessieren und folgende zentrale Erkenntnisse gewinnen:

„Dieselskandal“ und „Abgasskandal“ werden nicht, wie vorher

angenommen, unmittelbar als Synonyme verstanden.

Der Begriff „Abgasskandal“ umfasst die politisch-rechtliche

Dimension und wird von den Deutschen zumeist negativer diskutiert als

„Dieselskandal“. „Abgasskandal“ löst den Untersuchungen zufolge sechs

Mal stärkere persönliche Betroffenheit aus und ist mit etwa 25

Prozent negativeren Emotionen behaftet, was an der wachsenden

Verunsicherung deutscher Verbraucher liegt.

– Die Diskussion um den „Abgasskandal“ sucht vor allem nach

Ursachen, der Schuldfrage und der rechtlichen Verantwortung und ist

rückwärtsorientiert und auf der Suche nach Antworten auf die Frage,

was falsch gemacht wurde.

Der Begriff „Dieselskandal“ charakterisiert die

privat-wirtschaftlichen Konsequenzen, die für jeden einzelnen

Betroffenen entstehen, und resultiert erstaunlicherweise in

vergleichsweise positiven Motiven. Der Begriff ist mit etwa 40

Prozent mehr positiven Emotionen verbunden als der „Abgasskandal“. So

sind Aufbruch, Veränderung und eine gewisse Zukunftsorientierung

zentrale Treiber, die die Bereitschaft zu (Neu)Käufen signifikant

positiv beeinflussen, so dass Kaufakte zeitlich vorgezogen werden.

– Die Wechselbereitschaft zu anderen, meist ausländischen

Automobilmarken und neuen Mobilitätskonzepten wie der

Elektromobilität werden bei der Diskussion rund um den Dieselskandal

stark begünstigt und sogar forciert.

Negative Konsequenzen für Mensch und Umwelt, die den

eigentlichen Referenzpunkt der Studie darstellen, sind im relativen

Verhältnis unterrepräsentiert und finden geringes Interesse.

Automobilhersteller wie Volkswagen, Mercedes und Audi stehen

zwar noch im in einem signifikanten Zusammenhang mit dem

Abgasskandal. Thematisch werden sie aber eher mit Fahrverboten in

deutschen Großstädten assoziiert.

BMW steht als Marke weitaus weniger im Fokus der geführten

Debatte als andere Marken.

Die Medien haben einen erheblichen Einfluss auf die von den

Deutschen gestellten Fragen rund um den Dieselskandal. Dadurch

bleiben Fragestellung bezüglich des Hintergrundes und des Ursprungs

des Abgasskandals auch weiterhin relevant.

Foto: Piratenpartei

Wie das Internet Fachportal heise.de berichtet, plant die Bundesregierung einen erheblichen Ausbau der Überwachungstechnologie im Straßenverkehr.

So sollen Verkehrsteilnehmer automatisiert erfasst und ausgewertet werden. Begründet wird die Kontrolle mit der Überprüfung der angeordneten Fahrverbote für bestimmte Fahrzeugtypen.

Piratenpartei sieht Eingriff in die Grundrechte der Bürger

Die Piratenpartei Baden-Württemberg sieht dadurch einen schweren Eingriff in die Grundrechte der Bürger und fordert die Landesregierung dazu auf, sich als betroffenes Bundesland im Bundesrat gegen diese Pläne zu wehren.

„Es ist schlimm genug, dass die Bundesregierung vor den Automobilkonzernen eingeknickt ist und als Konsequenz nun bundesweit Fahrverbote drohen. Dass dies jetzt auch noch als Vorwand genutzt wird, um den Überwachungsstaat weiter auszubauen, ist skandalös“,

kommentiert Michael Knödler, Landesvorsitzender der Piratenpartei Baden-Württemberg.

Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht vor, bei Kontrollen Daten automatisiert zu erheben und auf die Daten des zentralen Fahrzeugregisters zugreifen zu dürfen. Dort befinden sich bisher alle Daten der Fahrzeughalter und des Kraftfahrzeugs selbst. Im Zusammenhang mit dem Dieselskandal sollen die Behörden dadurch automatisch feststellen können, ob für das vom Bürger eingesetzte Fahrzeug eine Verkehrsbeschränkung vorliegt. Gespeichert werden dann Kennzeichen, Fahrzeugmerkmale und das Bild des Fahrers, welches automatisiert erfasst und ausgewertet wird. Die Daten dürfen bis zu 6 Monate gespeichert werden.

Dieselskandal als Vorwand für Massenüberwachung

„Anstatt den öffentlichen Nahverkehr auszubauen oder durch moderne Ideen wie dem fahrscheinlosen Nahverkehr der Schadstoffbelastung und somit den Fahrverboten entgegenzuwirken, wird eine Überwachungsinfrastruktur mit gewaltigem Missbrauchspotential aufgebaut. Der Dieselskandal dient hier lediglich als Vorwand, um weitere Eingriffe in die Grundrechte der Bürger zu rechtfertigen. Dieses Vorgehen ist absolut inakzeptabel.“

Foto: Rudolf Stricker Wikimedia

Unehrlichkeit lohnt sich bekanntlich in den seltensten Fällen. Wer heute aufmerksam die Autopresse verfolgt hat, der wird mitbekommen haben, dass vermeintliche Gerechtigkeit nun erstmals für eine Porsche-Dieselfahrerin wiederfahren ist. Diese hatte nämlich gegen Porsche geklagt, weil der Stuttgarter Automobilhersteller eine illegale Abschaltautomatik in dem Fahrzeug verbaut hatte und sie deshalb ständig das Damoklesschwert des Fahrverbotes durch das Kraftfahrt Bundesamt über sich schweben hatte.

Richter geben Klägerin recht. Porsche soll zahlen

Dem Automobilhersteller fallen die Manipulationen nun teuer auf die Füße. Denn die Richter gaben der Klägerin vollumfänglich recht und verurteilten Porsche dazu den Porsche Cayenne Diesel aus dem Baujahr 2004 zurückzunehmen. Glück für die Klägerin: Neben dem Kaufpreis muss Porsche auch noch eine Art Strafe zahlen. Das Gericht sprach der Porsche Besitzerin nämlich noch Zinsen in Höhe von 5% zu. Die Klägerin erhält nun 59.000 € zuzüglich der eben benannten Zinsen zu.  Diese Summe entspricht dem Kaufpreis des Fahrzeugs abzüglich einer Nutzungsgebühr für die Verwendung des Fahrzeuges in den letzten Jahren.

Porsche sieht sich im Unrecht und will sich wehren

Porsche sieht sich bei dem Urteil im Unrecht und will sich gegen den Richterspruch wehren. Der Automobilhersteller findet das Urteil „rechtsfehlerhaft“, zumal – so der Konzern – durch das eingespielte Softwareupdate, die betreffende Problematik beseitigt wurde.

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So richtig zufrieden mit der Diesel-Lösung der Bundesregierung kann derzeit niemand sein, der etwas von Autos versteht. Wie schon vom ZDK angemerkt schafft die „Verinselung“ der Förderungen nach Luftverunreinigungsspitzen einen „Förderungsflickenteppich in Deutschland, der so kaum eine adäquate Lösung darstellen kann. Nicht verwunderlich also, dass auch der Jungster der SPD, Kevin Kühnert nicht zu hundert Prozent von der Lösung begeistert ist. Da nun aber nicht erneut ein Streit in der großen Koalition vom Zaun gebrochen werden kann, gibt er sich gegen dem Inforadio rbb etwas milder.

Kühnert will Automobilindustrie stärker in der Pflicht sehen

Im rbb sagte Kühnert am Donnerstag, seine Partei werde sich nicht damit zufrieden geben, wenn die Autohersteller sich nicht geschlossen an den technischen Nachrüstungen beteiligen. Das sehe auch Bundesumweltministerin und Parteikollegin Svenja Schulze so.

„Ich bin sehr froh, dass Svenja Schulze nach dem Gipfel nochmal deutlich gesagt hat, das letzte Wort ist für sie noch nicht gesprochen. Sie wird sich nicht zufrieden geben, wenn die Hersteller sich nicht, und zwar geschlossen, an den technischen Nachrüstungen beteiligen“, sagte Kühnert. Schulze habe die volle Unterstützung der Jusos, wenn es darum gehe, diesen Konflikt weiter zu führen. „Sie wird vor allem auch Druck auf die Autohersteller machen müssen, und da braucht es auch öffentliche Unterstützung, gerade auch von vielen Betroffenen. Ich glaube, das wird dann demnächst wieder auf der Tagesordnung stehen“,

so Kühnert weiter.

Foto: Porsche

Autofreunde werden sich sicherlich noch an die Zeiten erinnern, in denen in den weltweiten Porsche-Fancommunitys darüber gestritten wurde, ob es nicht der Marke den Todesstoß versetzen würde, wen DER Sportwagenhersteller schlechthin, damit begönne, Dieselmotoren in seine Fahrzeuge einzubauen. Der knackige Sound war für Porsche das Markencharakteristikum Nummer 1. Die Vorstellung, das ein tackernder Dieselmotor in den heiligen Karossen aus Zuffenhausen schlüge, sorgte geradezu für Panik in der Community.

Dieselmotoren waren vor allem wegen des Aufkeimenden SUV-Marktes gefragt 

Damals, das heißt vor ziemlich genau 10 Jahren, waren im Zuge der plötzlich aufkeimenden SUV Nachfrage natürlich auch bei Sportwagenherstellern, die diesen Markt mitgestalten wollten, ein Thema. Und so kam es dann auch, dass in das Porsche SUV – Cayenne schon bald ein kraftvoller Dieselmotor werkelte, der die Unterhaltskosten das Autos überhaupt erträglich machte. Weitere Modelle sollten seither folgen. Leider, so erfahren wir nach dem auffliegen des Dieselskandales im VW Konzern, waren die Autos nie so sauber, wie in den Papieren geschrieben stand. Zuletzt war kein einziger Porsche mehr zulässig und Porsche nahm vor einigen Monaten die ersten Modelle vom Markt, indem sie einen Verkaufsstopp verhängten und Diesel-Porsche nicht mehr bestellbar machten.

Diesel bei Porsche jetzt Geschichte

Nun gab der Vorstandchef Blume in einem Interview bekannt, dass es bei Porsche zukünftig keine Dieselfahrzeuge mehr gäbe. Man habe selbst nie eigene Dieselmotoren entwickelt und im Zuge des Dieselskandals viel Ärger gehabt. In der Zukunft will sich der Stuttgarter / Zuffenhausener Sportwagenhersteller wieder auf emotionale Benziner, Hybridfahrzeuge und letzte E-mobile konzentrieren.

Sicher ist aber, so der Automobilhersteller, dass der Support für die bestehenden Dieselkunden erhalten bleibt und nicht plötzlich zusammenbricht. Schließlich habe man ja 10 Jahre Dieselfahrzeuge verkauft.

Foto: Screenshoot

Die Bundesumweltministerin der SPD, Svenja Schulze, hat die Nachrüstung von Diesel-Autos mit neuer Hardware deutlich angemahnt. Alle Konzepte zur Luftreinhaltung seien nur dann sinnvoll, wenn der Autoverkehr einbezogen wird, konstatierte Schulze im Inforadio vom rbb:

„Es wird dazu kommen müssen, dass Diesel doch mehr Nachrüstungen bekommen, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter in die Städte fahren können und es auf gar keinen Fall Fahrverbote gibt. Technisch könnten die Autos sauberer sein. Damit würde die Luft in den Städten sehr schnell verbessert werden können. Ich möchte, dass die Autoindustrie diesen technischen Schritt jetzt geht.“

Um die Luftqualität zu verbessern, müsse man außerdem über neue Ticketmodelle für den öffentlichen Nahverkehr nachdenken, ebenso über andere Formen des Lieferverkehrs.

Foto: Wikimedia

Wir haben es uns in der PKW Fokus Redaktion schon fast gedacht. Die Meldung dass Winterkorn erneut ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten sei, ist offensichtlich unrichtig. Wir fanden die Mutmaßungen in der Mediennotiz auch anmaßend und haben Sie entsprechend kommentiert.

Auf dem „Kieker“ der Medienöffentlichkeit

Martin Winterkorn befindet sich auf dem „Kieker“ der Medienöffentlichkeit nachdem er zu Beginn des Dieselgates noch versprochen hatte, dass sich die Anschuldigungen alle erklären lassen und er bzw. VW für Aufklärung sorgen wolle. Schon kurz darauf gab es neue Vorwürfe gegen den Manager, die ihn letztlich dazu bewogen haben zurück zu treten. Die Öffentlichkeit vermutet nun, dass Winterkorn zu den Hauptmittätern im Dieselskandal zählt. Entsprechende Schadenfreude bei der Berichterstattung ist deshalb im Kontext der meisten nicht neutralen Journalisten zu erwarten.

Staatsanwaltschaft gibt sich verärgert

Unsinn zu verbreiten bleibt aber nach wie vor eine Art von Fakenews, die vor allem die Staatsanwaltschaft verärgert. So dementierte die Staatsanwaltschaft Braunschweig neue Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung gegen Martin Winterkorn und erklärte es als unerhört, dass man aus vertraulichen Dokumenten öffentlich zitiere. Wohlgemerkt dann auch noch falsch. Richtig ist nämlich nur, dass die Staatsanwaltschaft entsprechende Geldbewegungen an die zuständigen Steuerbehörden gemeldet hätten. Ermittlungen, wie es berichtet wurde, gibt es nicht.

Anwälte haben Strafanzeigen angekündigt

Die Verteidigung von Martin Winterkorn hat angekündigt, die Angelegenheit nicht auf sich beruhen zu lassen und Strafanzeige wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen zu stellen.

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Obwohl es in diesem heißen Sommer etwas ruhiger um den Dieselskandal bei VW geworden zu sein scheint, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Köpfe des wohl größten Umweltbetrugs in der Automobilgeschichte.

Martin Winterkorn der Ex-Vorstandsvorsitzende von VW scheint dabei erneut ins Visier der Ermittler geraten zu sein. Wie die überregionale Fachpresse berichtet, soll Winterkorn hohe Summen Geld in die Schweiz überwiesen haben. Unter anderem soll seine Ehefrau zu den Begünstigten der Millionenbeträge gehören, die von einem deutschen Sparkonto auf ein Schweizer Bankkonto geflossen sind. In der überregionalen Presse ist von einem Betrag über 10 Mio. Euro die Rede, der in den letzten beiden Jahren nach und nach in die Schweiz geflossen sein soll.

Mögliche Steuerhinterziehung.

Grundsätzlich ist an der Tatsache, Geld in die Schweiz zu überweisen nichts Verwerfliches. Solange es sich um das Eigentum des Überweisenden handelt und das Geld in Deutschland ordentlich versteuert wurde, sollte man sein Geld hinschicken dürfen, wohin man möchte. Es ist schlicht eine Privatangelegenheit. Dieser Meinung ist auch der Anwalt von Winterkorn, der den Sachverhalt ähnlich kommentiert.

Journalisten vermuten Notgroschen.

Die Journalisten vermuten, das Winterkorn, der durch den Skandal, sollte man ihm schwerwiegende Versäumnisse nachweisen, in der Haftung steht, einen „Notgroschen“ anlegen möchte, damit er nach einer Verurteilung nicht ohne Geld dasteht.