Foto: ZDK

Es gab einen Dieselgipfel, bei dem viel geredet wurde, aber nichts wirklich geschehen ist. Zumindest könnte man zu dieser Auffassung kommen, wenn man das Jahr danach Revue passieren lässt.

Ein Jahr lang schon hätten ältere Diesel-Fahrzeuge hätten nachgerüstet sein können

„Hardware-Nachrüstung ist machbar, hilft der Umwelt und stabilisiert die Werte insbesondere Euro 5-Diesel“, betont ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. „Es ist völlig unverständlich, warum es immer noch keine Nachrüst-Verordnung gibt.“ „Wer sein älteres Diesel-Fahrzeug mit Hardware freiwillig sauberer machen will, sollte dafür auf eine rechtssichere Regelung zurückgreifen können und von Fahrverboten verschont bleiben“, so Karpinski. „Nur dann werden Dieselfahrzeuge mit ihrem sparsamen und klimafreundlichen Antrieb wieder werthaltig.“

(Alt-) Bestand von mehr als 300000 Euro 5-Diesel

Im Autohandel gibt es laut dem ZDK immer noch einen Bestand von mehr als 300 000 Euro 5-Diesel-Pkw, die einen Wert von rund 4,5 Milliarden Euro darstellen und zurzeit kaum oder nur mit hohen Abschlägen zu verkaufen sind. Dabei sind die Standkosten, die pro Tag und Fahrzeug bei 28 Euro liegen, noch gar nicht eingerechnet. Diesel-Pkw stehen laut DAT aktuell durchschnittlich 106 Tage beim Händler.

Hinzu kommen Leasing-Rückläufer, die weitere Verluste im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich befürchten lassen. „Diese Situation trifft mittelständische Betriebe, die sich dadurch teilweise existenziell bedroht sehen“, so Karpinski.

Öffentliches Förderprogram von nöten

Um die entsprechend notwendige Nachrüstung voranzutreiben, sei ein finanzieller Anreiz für die Fahrzeugbesitzer durch ein öffentliches Förderprogramm wie seinerzeit beim Rußpartikelfilter zu begrüßen. Dazu sollten auch die Fahrzeughersteller ihren Beitrag leisten, wie das bereits beim kommunalen Unterstützungsfonds geschieht. „Wir hoffen sehr, dass bis Ende September eine positive Entscheidung pro Hardware-Nachrüstung fällt“, so der ZDK-Präsident.

In ihrer Sommer-Pressekonferenz hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel diesen Zeitrahmen für eine Entscheidung genannt.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.