Der PSA Konzern legt Zahlen vor, will Opel aber nicht sanieren.

Der Deal, das der französische Automobilkonzern PSA, die deutsche Marke Opel, die derzeit noch im Besitz der amerikanischen Firma General Motors ist, traf die Branchenpresse wie ein Blitz. Nicht wenige werden sich gefragt haben, woher die Franzosen soviel Geld haben, sind die Autos technologisch doch eher nicht die innovativsten und mit Blick auf die Alltagstauglichkeit nicht die verlässlichsten.

Zahlen bei PSA sehen gut aus

Die Zahlen des PSA Konzerns , die Mutter von Peugeot und Citroen, sehen in der Tat hervorragend aus. Glaubt man aktuellen Agenturmeldungen verfügen die Franzosen über ein Netto-Barvermögen von insgesamt fast 6,8 Milliarden Euro! Eine stattliche Hausnummer, mit der die Transaktion mit Opel locker gelingen könnte. Perfekt ist der Deal mit den Amerikanern ganz offensichtlich noch nicht, auch wenn die Konzernspitzen keinerlei Sorge andeuten, dass irgendwas noch schiefgehen könnte.

PSA will Opel nicht sanieren

Die Haltung gegenüber der Marke Opel klingt, wenn man so möchte, kapitalistisch. Letztlich sei man der Auffassung, dass man eine Deutsche Marke im Konzernportfolio besitzen sollte. Dass Opel, was die Zahlen angeht nicht so gut darsteht, wie der PSA Konzern selbst sei den Verantwortlichen bewusst, aber eine Sanierung müssen die Verantwortlichen der Marke selbst vornehmen. Opel soll sich also nach der Übernahme selbst sanieren. Ob das derzeitige Problem der Marke letztlich an der Besitzerstruktur liegt ist aber zu bezweifeln. Wie genau sich die Franzosen das vorstellen, ist nicht deutlich geworden.

Derzeit geht bei Opel Beschäftigten die Angst um. Angst vor allem vor Entlassungen, die mit möglichen Umstrukturierungen zu tun haben werden, wenn das Unternehmen einmal an den PSA Konzern veräußert wurde. So soll zum Beispiel das Opel Portfolio langfristig auch technologisch auf französische Automobiltechnik von PSA umgestellt werden, was hierzulande sicherlich Kapazitäten freisetzt- auf gut deutsch – überflüssig macht.

Politik sieht Deal derzeit noch gelassen

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier sieht die geplante PSA-Übernahme von Opel durchaus positiv für den deutschen Autokonzern:

„Ich beteilige mich nicht an diesen Untergangsszenarien, die jeden Tag von Experten kommen. Wir sehen die Chancen, und diese Chancen zu verwirklichen, muss unsere Aufgabe sein. Die Politik kann nicht Autos bauen. Aber wir können unterstützen und politisch Einfluss nehmen“,

sagte Bouffier im phoenix-Interview.

Warten wir es mal ab.

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