Foto: „obs/DEKRA SE/Thomas Küppers / DEKRA“

Wie bei vielen Dingen im Leben ist auch der Aspekt der Sicherheit oftmals trival. Immer dann wenn wir als Verkehrsteilnehmer zu kompliziert oder im schlimmsten Falle gar nicht denken, kann es für uns gefährlich werden und sogar tödlich enden.

Wer per se nicht gesehen wird, ist gefährdet.

Im Jahr 2018 starben auf Deutschlands Straßen insgesamt 458 Fußgänger – mehr als jeder zweite davon – nämlich 232 an der Zahl – bei Dämmerung oder Dunkelheit.

„Das ist kein Zufall“, sagt DEKRA Unfallforscherin Stefanie Ritter. „Autofahrer sehen im Dunkeln viel schlechter als bei Helligkeit und erleben einen ständigen Wechsel von Hell und Dunkel, zum Beispiel durch Leuchtreklame oder Lichtreflexe auf nasser Fahrbahn.“

Ein weiterer Grund, warum Fußgänger, Roller- und Radfahrer leichter übersehen werden, ist ihre vergleichsweise schmale Silhouette.

„Die Konsequenz kann nur sein: Wer zu Fuß, mit Rad oder Roller im Dunkeln unterwegs ist, muss dafür sorgen, dass er von anderen Verkehrsteilnehmern schon von weitem zu erkennen ist“, betont die Unfallexpertin. „Je früher man Sie sieht, umso sicherer kommen Sie ans Ziel.“

Mit welchen Strategien schütze ich mich am besten?

  • Helle, kontrastreiche Kleidung ist gut, reicht aber nicht aus.
    Ohne retroreflektierende Elemente an Kleidung und Schulranzen
    geht es nicht: Leuchtstreifen, Aufkleber, Warnwesten – alles ist
    gut, was auffällt.
  • Vor allem Reflektoren und weiße Flächen an den Schuhen sind ein
    wichtiges Sicherheitselement. Die Füße werden vom
    Scheinwerferlicht eines Autos zuerst erfasst und fallen außerdem
    auf, weil sie sich meist bewegen.
  • Beim Überqueren der Fahrbahn keine Hektik, nur an gut
    beleuchteten Stellen über die Straße gehen und möglichst
    Zebrastreifen oder Ampeln nutzen. Nicht hinter Sichthindernissen
    auf die Fahrbahn treten.
  • Auch Rad- und Rollerfahrer sind im Dunklen viel sicherer
    unterwegs, wenn sie durch Reflektoren auffallen oder eine
    Warnweste tragen. Unverzichtbar sind intakte aktive und passive
    Beleuchtung. Deshalb: Jetzt die lichttechnischen Einrichtungen
    testen, Batterien erneuern, Reflektoren prüfen. Noch bei
    Einbruch der Dämmerung ohne Licht zu fahren, ist schlicht
    lebensgefährlich.

Funktionierende Lichtanlage ein Muss

Den Autofahrern gilt der Appell der Unfallexpertin, in der dunklen Jahreszeit noch aufmerksamer und zurückhaltender zu fahren. Vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen ist besondere Rücksicht auf die ungeschützten Verkehrsteilnehmer erforderlich.
Für gute Sicht ist eine funktionierende Lichtanlage am Fahrzeug ein Muss. Um die Blendung des Fahrers durch Reflexionen bei Gegenlicht möglichst gering zu halten, sollte zudem die Windschutzscheibe regelmäßig gereinigt werden.


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