SPD will Elektromobilität fördern

Gabriele Preuß:
„Stärkere Förderung der Elektromobilität ist dringend notwendig“

Die Koalitionspartner in Berlin streiten über die von der SPD in die Diskussion gebrachte verstärkte Förderung der Elektromobilität. Deutliche Worte dazu findet die Europaabgeordnete Gabriele Preuß (SPD), die dem Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments angehört: „Eine stärkere Förderung der Elektromobilität ist dringend notwendig. Ohne eine massive Erhöhung der Zahl der Elektroautos auf den Straßen werden nicht nur die vereinbarten Klimaziele nicht zu erreichen sein – es droht auch ein Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie.“
In anderen europäischen und außereuropäischen Ländern sei ein deutlich höherer Anteil der Elektromobilität am Individualverkehr bereits Realität, weiß Preuß zu berichten. Zunächst seien dabei Modelle ausländischer Hersteller mit großen Marktanteilen vertreten. „Inzwischen haben die deutschen Autobauer nachgezogen und eigene Serienwagen mit Elektro- oder Hybridmotoren auf den Markt gebracht.

Vor allem im Ruhrgebiet von großer Bedeutung

Dass diese ausgerechnet auf dem wichtigen Heimatmarkt aber noch keine große Rolle spielen behindert die Weiterentwicklung.“ Dabei berge der deutsche Markt große Potenziale: „Im Ruhrgebiet als größtem deutschen Ballungsraum könnten Zehntausende Pendler von den heute bereits serienreifen Elektroautos profitieren, die tauglich für den Verkehr im urbanen Raum sind. Das setzt aber Kaufanreize für die Verbraucher und eine besser ausgebaute Ladestelleninfrastruktur voraus.“ Die ökologischen Vorteile lägen auf der Hand – besonders Feinstaub- und Stickoxidbelastungen entlang stark befahrener Strecken würden sinken und damit auch eines der großen Probleme kommunaler Verkehrsplaner lösen.

Über die bereits serienreifen Lösungen im Individualverkehr hinaus seien auch neue Formen der Elektromobilität im Güterverkehr und der Massenmobilität in Erprobung. Eine Gesamtstrategie für die Elektromobilität, wie sie die SPD vorgelegt habe, könne große Synergieeffekte freisetzen. Preuß kritisiert deshalb die Blockadehaltung des unionsgeführten Bundesverkehrsministeriums. „Verkehrsminister Dobrindt fährt einen mir nicht erklärlichen Kurs“, findet die Sozialdemokratin. „Die Investition in Elektromobilität wäre kein Risiko, sondern ein Gewinn für die Verkehrs- wie für die Wirtschaftspolitik. Die ökologische und volkswirtschaftliche Rendite würde zudem die der zweifelhaften PKW-Maut um ein Vielfaches übersteigen.“

Unveränderte Pressemeldung von Gabriele Preuß vom 27.01.2016

Foto: Wikipedia

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