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Saisonkennzeichen TÜV

Der Herbst hat auf den deutschen Straßen Einzug erhalten. Neben den jetzt notwendig werdenden Arbeiten, wie das Aufziehen von Winterreifen, gilt es für Saison-Autofreunde ab dem 1. November wieder die Ruhezeit in Verbindung mit Saisonkennzeichen einzuhalten. Viele Motorräder, Wohnwagen und Wohnmobile sowie Cabrios werden aufgrund der günstigeren Versicherungstarife mit einer Beschränkung auf einen bestimmten Zeitabschnitt mit einem Saisonkennzeichen ausgestattet. Auf dem Saisonkennzeichen ist rechts die Geltungsdauer gestanzt – etwa oben 04 und unten 10 (= April bis Oktober). Der gestanzte Zeitraum wird darüber hinaus im Fahrzeugschein und in der Versicherungspolice festgeschrieben. Er startet um 0:00 Uhr des ersten Tages und endet um 24:00 Uhr des letzten Tages.

Öffentliche Parkplätze mit ruhendem Saisonkennzeichen tabu.

Was einige der Fahrzeugführer immer wieder missachten und dann in einer teuren Rechnung mündet, ist die Tatsache, dass auch das Parken auf öffentlichen Parkplätzen in der Ruhezeit von Saisonkennzeichen tabu ist.

„Außerhalb dieser Periode dürfen Fahrzeuge nur auf privaten Grundstücken, nicht jedoch auf öffentlichen Straßen oder Parkplätzen abgestellt werden“,

erklärt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland. Wer dies missachtet, muss damit rechnen, dass das Fahrzeug kostenpflichtig abgeschleppt wird. Außerdem droht ein Bußgeld. Auch wenn die Verlockung noch so groß ist: Eine unerlaubte, kurze Rundfahrt – etwa bei schönem Wetter – zieht rechtliche Konsequenzen nach sich. Bei einem Unfall können noch Regressansprüche der Versicherung hinzukommen.

Bei der Veräußerung eines Fahrzeugs ist die Zulassungsstelle zu informieren

„Die gesetzlich vorgeschriebene Hauptuntersuchung sollte nach Möglichkeit nicht in die nutzungsfreie Zeit fallen“,

betont der TÜV Rheinland-Fachmann und fügt hinzu: „Ansonsten muss die HU im ersten Monat des nächsten Nutzungszeitraums nachgeholt werden.“ Die Phase, in der das Auto auf öffentlichen Straßen bewegt werden darf, beträgt mindestens zwei und höchstens elf Monate. Dieser Zeitraum lässt sich nicht aufteilen – etwa vier Monate im Winter und weitere zwei Monate im Frühjahr. Da Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen rechtlich nicht stillgelegt sind, muss der Halter einen Verkauf umgehend der Zulassungsstelle melden.
Auf diese Umstände weist aktuell der TÜV in einer aktuellen Pressemeldung hin.

Bild: TÜV Rheinland


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