Tüv kritisiert Test vor Zulassungen

Tüv kritisiert Test vor Zulassungen

Wie heute über die deutsche Presseagentur zu erfahren war, kritisiert der Tüv Süd, die vorherrschenden Zulassungstest bei Neufahrzeugen. Dir Kritik erfolge dabei auch vor dem Hintergrund des Volkswagen-Abgasskandals, der erst kürzlich die Umweltfreundlichkeit von Diesel-Neufahrzeugen in Zweifel gezogen hatte. VW hatte die Abgasausstöße in Prüfsituation in der Werkstadt mithilfe einer speziellen Software unterdrückt, so dass die tatsächlichen Emissionswerte bei der Zulassung unbekannt geblieben sind.

Tüv sei nicht ausreichend an den Zulassungstext beteiligt gewesen

Der Chef des Tüv-Süd äußert sich in der FAZ derart, dass niemand vermutet habe, dass der Missbrauch der Zulassungstests systematisch geschehe. Der Tüv war an vielen Stellen buchstäblich zur Hilflosigkeit verdammt worden, da die Prüfstelle sich vornehmlich auf fremde Firmen und deren Daten habe verlassen müssen.

Um derartige, missbräuchliche Vorgänge in der Zukunft unterbinden zu können, unterbreitete Axel Stepken, in der Führungsverantwortung beim Tüv Süd eine ganze Reihe von Vorschlägen, die auf viele Autofreunde sicherlich befremdlich wirken könnten, weil die meisten Automobilfreunde wohl davon ausgegangen sind, dass der Tüv allgemein an den initialen Zulassungsritualen beteiligt ist.
Wie wir jetzt aus der Berichterstattung entnehmen können, war der Tüv es ganz offensichtlich nicht. Nun fordert Stepken für den Tüv ein bei der Zulassung neuer Modelle in der Zukunft an allen Tests beteiligt zu werden. Darüber hinaus soll es seiner Auffassung nach üblich werden, in die Methoden und Routinen der Prüfmethoden und Datengewinnung von Fremdfirmen eingeweiht zu werden. Ein weiterer Wunsch des Tüv Verantwortlichen ist es, Prüfverfahren zu entwickeln, die es ermöglicht die Software in modernen Fahrzeugen zu testen ohne dass die Hersteller gezwungen werden müssen, die Quellcodes offen zu legen.

Es fehlen Prüfverfahren, die Autosoftware prüfen kann ohne den Quellcode offen zu legen.

Der Wunsch klingt auf die Autoankauf Online Redaktion plausibel, dürfte aber nur sehr schwierig zu realisieren sein, da ja explizit die Codes die Funktionalitäten der Mechanik steuern.
Ferner fordert der Tüv Süd ein „Back to Basic“ in der Prüfmechanik bei der Zulassung von neuen Fahrzeugen und auch bei der zweijährlichen Abgasuntersuchung. Hier ist es wohl im Interesse aller Akteure, zusätzlich zu modernen Verfahren wie der Digitalmessung, die althergebrachte Verfahren wie die Endrohmessung wieder durchzuführen.

Wie der Chef des Tüv festhält, seien seine Vorschläge sowohl bei den Autoverbänden als auch bei der Automobilindustrie gut angekommen. Auch beim TÜV dürfte der Vorschlag gut angekommen sein, schließlich arbeitet der bei den Tests nicht umsonst.

Foto: Wikimedia

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