Foto: Symbolbild Audi AG

Wer so ein bisschen die aktuelle Autopresse verfolgt, der dürfe ebenfalls den Eindruck bekommen, das ganz offenbar kein Tag vergeht, an dem die deutsche Automobilindustrie keine Hiobsbotschaft in Empfang nehmen muss. Nachdem erst Porsche seine Fans davon unterrichten musste, dass der Neuwagenverkauf eingestellt werden müsse, hat das Kraftfahrt Bundesamt gestern wieder eine neue Notiz veröffentlicht, nach der nun auch Audi – böse Zungen würden sagen – beim „Bescheißen“ erwischt worden sei.

Die Nachricht des KBA im Wortlaut:  

Bei der Überprüfung der Fahrzeugtypen Audi A6 und A7 3.0 Liter Diesel Euro 6 wurden durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unzulässige Abschalteinrichtungen festgestellt.

Aufgrund der unzulässigen Abschalteinrichtungen kann es im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten NOx-Emissionen kommen.

Mit Bescheid vom 4. Juni 2018 wurde für die genannten Modelle Audi A6 und A7 3.0 Liter Diesel Euro 6 (rund 60.000 weltweit, davon rund 33.000 Stück in Deutschland) durch das KBA ein verpflichtender Rückruf eingeleitet.

Dem Hersteller wurde aufgegeben, diese Abschalteinrichtungen aus den betroffenen Fahrzeugen nach der Freigabe des Maßnahmenpakets durch das KBA zu entfernen.

Die Emissionstypgenehmigungen der Fahrzeuge wurden in Luxemburg erteilt. Das KBA hat sich mit den Luxemburgischen Behörden hinsichtlich der Vorgehensweise abgestimmt.

Wohin driftet das Image der deutschen Automobilindustrie

Wohin führt uns das Verhalten der deutschen Automobilindustrie noch? Inzwischen dürfte – trotz ja teilweise guter Absatzzahlen – das Image schwer beschädigt sein. Autodeutschland macht sich zum Gespött der Weltöffentlichkeit. Falls die USA nun bald noch höhere Zölle auf die Einfuhr von deutschen Autos erheben, dann dürfte dies das nahe Ende sein.

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