Foto: Erdkröten vor dem Auto // Jonathan Fieber //NABU

Eine Pressemeldung der etwas anderen Art erreichte unsere Redaktion heute, die wir Ihnen auf gar keinen fall vorenthalten möchten. Mit Blick auf den Kalender, in manchen Regionen Deutschlands leider noch nicht mit Blick auf das Thermostat, wird Ihnen sicherlich deutlich, dass wir uns mit großen Schritten auf den Frühling zubewegen.

Wärmeres Wetter lockt Kröten aus dem Winterschlaf

Die wärmeren Temperaturen induzieren bei Fröschen, Kröten, Molchen und Unken Frühlingsgefühle und treiben sie regelrecht aus den Winterquartieren. In geschützten Niederungen und wärmeren Flussläufen sind bereits leichte Kröten-Wanderungen zu verzeichnen.
Erstaunlich: Ebenfalls im Flachland und auf dem Winterberg in NRW sind die Amphibien teilweise schon unterwegs auf dem Weg zum Laichgewässer.
Ausschließlich die kühlen Nächte verhindern derzeit stärkere Krötenwanderungen weitgehend. Der Wetterbericht kündigt aber an, dass von Mitte bis Ende der kommenden Woche das Wetter übergangsweise deutlich milder werden, die Krötenwanderungen werden also zunehmen.

Autofahrer werden gebeten, auf Wanderstrecken nicht schneller als 30 zu fahren.

Der NABU bittet daher, auf den Wanderstrecken der Amphibien maximal mit Tempo 30 zu fahren. Denn bei höherer Geschwindigkeit erzeugen Fahrzeuge einen so hohen Luftdruck, dass die inneren Organe von Fröschen, Kröten und Molchen platzen und die Tiere qualvoll verenden. Zudem werden jährlich zahlreiche Tiere von Autoreifen überrollt.
Nehmen Autofahrer mehr Rücksicht, wird auch der Einsatz der vielen Helfer weniger gefährlich, die bundesweit ehrenamtlich Amphibienschutzzäune errichten, Kröten und Frösche aus den Sammeleimern retten und sicher über die Straßen tragen.

„Die ehrenamtlichen Helfer sind meistens in der Dunkelheit unterwegs, vor allem in den Abend- und frühen Morgenstunden. Bei ihrer Arbeit müssen sie häufig die betroffenen Straßenabschnitte überqueren“, erläutert Sascha Schleich, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetologie und Ichthyofaunistik und appelliert weiter an die Autofahrer: „Achten Sie deshalb besonders in der Dunkelheit auf Warnschilder, Tempolimits und Umleitungen.“

Weitere Informationen: http://www.NABU.de/kroetenwanderung

 

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