Foto: ACV Automobil-Club Verkehr

In den ersten Wochen des neuen Jahres wurde vermehrt über Verkehrssicherheit gesprochen, wohl auch weil im Jahr 2016 die Zahl der Verkehrstoten tendenziell abgenommen hatte.

Allerdings werden die Debatten jetzt bereits differenzierte. In den vorangegangen Jahren standen vor allem die Fahranfänger im Fokus der Diskussion. Bis heute hat sich daran eigentlich auch nicht viel geändert, wohl aber ist der Blickwinkel etwas breiter geworden und die Betrachtung von Senioren im Straßenverkehr ist ebenfalls in die Diskussion eingeflossen. Zum Glück könnte man meinen, denn gerade in der Altersklasse ab 70 passieren zunehmend krasse Unfälle, die in vielen Fällen vermeidbar wären.

Altersbedingt ergeben sich sensorische Defizite. Etwa bei den Augen.

Der ACV fordert daher verpflichtende Sehtests für alle Führerscheinbesitzer, die im Abstand von 15 Jahren an die Verlängerung des Führerscheins gekoppelt werden. Ab 70 Jahren soll die Zeitspanne für den vorgeschriebenen Sehtest dann auf fünf Jahre oder weniger reduziert werden, empfiehlt der Automobilclub. In Ländern wie Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden sind derartige Untersuchungen schon lange Gang und Gäbe erforderlich.

Eine einheitliche Regelung in Europa gibt es bislang noch nicht. Das für den Straßenverkehr zentrale Sehvermögen, das mindestens 70% betragen muss, wird nach dem Erhalt des Führerscheins ein Leben lang nicht mehr nachgeprüft, außer der Fahrzeugführer fällt durch einen Unfall auf.

Ausschließlich Lkw- und Busfahrer werden regelmäßig geprüft.

Nur Lkw- und Busfahrer werden in Deutschland regelmäßig überprüft. „Sehtests nur für bestimmte Fahrzeugführer gesetzlich vorzuschreiben ist inkonsequent, wenn alle anderen Fahrer absolut unkontrolliert am Straßenverkehr teilnehmen, obwohl sich die Sehleistung im Alter nachweislich verschlechtert“, sagt Wagener.

Das Unfallrisiko steigt signifikant ab 75 Jahren

Senioren und sind, genau wie sehr junge Fahrer, überdurchschnittlich häufig an Unfällen beteiligt. An den Unfällen, an denen Senioren über 75 Jahren 2015 beteiligt waren, tragen sie zu 75 Prozent die Hauptschuld.

Durch den demografischen Wandel, wächst damit auch der Anteil älterer Verkehrsteilnehmer. Es ist in der Folge von einem Anstieg von Unfällen mit älteren Menschen auszugehen.

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