Smartphone Nutzung am Steuer Polizei warnt

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Smartphone Nutzung am Steuer Polizei warnt

NRW Innenminister Jäger (SPD) fand heute deutliche Worte gegen die Smartphone Nutzung am Steuer. Der vor allem in Nordrhein Westfalen als „Mr. Blitzermarathon“  bekannte Politiker findet das das Smartphone im Straßenverkehr „wie eine Seuche“ sei. Der nicht selten auf populistische Aussagen zurückgreifende Jäger könnte aber dieses mal durchaus richtig liegen. Denn obwohl in Deutschland das Telefonieren am Steuer verboten ist, schreiben viele Autofahrer während der Fahrt SMS oder surfen im Internet. Dies lenkt von der Straße und dem Verkehrsgeschehen ab, was nach Angaben der Polizei regelmäßig zu verheerenden Verkehrsunfällen geführt hat.

Im Visier der Verkehrspolizisten: Der What’s App Messenger.

Während noch vor ein paar Jahren bei einem Telefongespräch während der Fahrt, der Kopf wenigstens nicht gesenkt war, übernahm nach dessen Verbot die SMS die Kommunikationshoheit am Steuer. Ein verkehrspolitischer Eingriff, der vermutlich nur deshalb nicht sofort als Verschärfung der Gefahrensituation entlarvt werden konnte, weil die SMS pro Nachricht noch 0,30Cent kostete, um die SMS am Steuer schon aus Kostengründen eher seltener geschrieben wurde.

Heute, im Zeitalter des Überallinternets hat What’s App Einzug in die Kommunikationsgewohnheit der Bundesbürger erhalten. Bilder, Videos und Sprachnachrichten während der Fahrt? Kein Problem! Echtzeit Chats bei Tempo 120 auf der Autobahn? Technisch heute auch kein Problem mehr. Leider sind wir Menschen aber nur wenig multitaskingfähig, um die auf uns einwirkenden Informationsströme von Straßenverkehr und Handy gleichzeitig verarbeiten zu können. Und in der tat sind die Folgen davon häufig tödlich.

Smartphones sollen verantwortlich für den Anstieg von Verkehrstoten sein

Denn: Ein nur 50km/h schnelles Auto, rollt bei einem kurzen Blick aufs Handy, der nur eine Sekunde dauern muss, bereits rund 14 Meter – blind. Alles, was bei dieser stadtüblichen Geschwindigkeit vor den Kühler kommt, stirbt in der Regel durch den Aufprall. Nun macht die Polizei NRW die Smartphone Nutzung für den Anstieg von Verkehrsunfällen und Verkehrstoten verantwortlich. Schließlich sei das Schreiben einer What’s App Nachricht so gefährlich wie das Fahren mit 1.0 Promille Alkohol im Blut.

Um über diesen Umstand aufzuklären, hat die Polizei NRW in Düsseldorf heute mit einer breit angelegten Aufklärungskampagne begonnen. Der Pressemitteilung des Ministeriums folgend, konnte in einer Studie nachgewiesen werden, dass rund 90% der Autofahrer zugeben, schon einmal während der Fahrt zum Smartphone gegriffen zu haben.

Jäger könnte mit seiner Deutung, dass die Nutzung eine Seuche sei, also Recht haben. Wer am Steuer mit dem Smartphone erwischt wird, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und ein Punkt in der Verkehrssünderdatei in Flensburg. Vorausgesetzt, die Polizei kann nachweisen, dass man eine Nachricht getippt hat. Da die Nutzung der Navigationsfunktion aber prinzipiell erlaubt ist, dürfte dies schwierig werden.


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