Foto: ZDK

Der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat die neue Plakette zum Licht-Test 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Organisatoren der Verkehrssicherheitsaktion, Kfz-Gewerbe und Deutsche Verkehrswacht (DVW), erwarten viele Millionen Autofahrer, die im Herbst die Lichtanlage des eigenen Fahrzeugs überprüfen lassen. Nach bestandener Prüfung signalisiert die Plakette an der Windschutzscheibe in Verkehrskontrollen den Beamten eine geprüfte Scheinwerferanlage.

Der Monat Oktober ist Lichttest Monat

Einmal jährlich zum Herbst im Monat Oktober fordern Kfz-Werkstätten, Prüforganisationen und Automobilclubs Autofahrer zum Test der Beleuchtung ihres Fahrzeugs auf. Die Fachwerkstätten beheben kleine Mängel sofort und kostenlos. Nötige Ersatzteile und umfangreichere Einstellarbeiten in den Werkstätten sind in der Regel kostenpflichtig.

Schlechter Allgemeinzustand der Scheinwerferanlagen in 2016

Die Ergebnisse des Licht-Tests 2016 in den Kfz-Meisterbetrieben waren erneut alarmierend. So lag die Pkw-Mängelquote mit 32% deutlich zu hoch und 41,5% der Nutzfahrzeuge fielen mit Licht-Mängeln auf. Grund genug für die Polizei, im Oktober wieder bei Verkehrskontrollen verstärkt auf die Fahrzeugbeleuchtung zu achten.

Plakette 2017 „Freie Fahrt für gutes Licht“

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt unterstützt die Aktion:

„Sehen und gesehen werden – das ist im Straßenverkehr besonders wichtig. Die Aktion Licht-Test leistet seit mehr als sechzig Jahren einen wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit auf Deutschlands Straßen. Wie wichtig die Aktion ist, zeigen die Mängelquoten, die jedes Jahr wieder festgestellt werden.“

Werkstätten stehen vor großen Herausforderungen

Laut ZDK-Präsident Jürgen Karpinski geben die Kfz-Meisterbetriebe durch die kostenlose Überprüfung jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag als geldwerte Leistung an die Autofahrer weiter. Dabei stehen die Werkstätten vor großen Herausforderungen.

„Die Werkstätten müssen mit genormten Prüfplätzen für die Scheinwerfereinstellung und mit neuen Prüfgeräten ausgerüstet werden. Komplexe Lichtsysteme lassen sich nur mit dem Auslesen der Steuerelektronik und der Neujustierung des Scheinwerfersystems mit einem elektronischen Testgerät einstellen. Und das ist nicht mal eben schnell im Vorbeigehen gemacht“, betont Karpinski. Dafür müssen die Kfz-Meisterbetriebe, die sich am Licht-Test beteiligen, den notwendigen Aufwand berechnen. Und die Sicherheit sollte jedem Autofahrer auch den Kostenaufwand für die komplexe Scheinwerfer-Einstellung wert sein.

 


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