Opel Adam wird eingestellt

Foto: Screenshot Opel.de

Sagen wir es so liebe Leser: Wenn eine Marke im Volksmund über Sprüche wie „ Jeder Popel fährt nen‘ Opel“ bekannt ist, kann die Marke nicht unbedingt zu einer der Premiumautomobilmarken gehören. Und so ist es. Opel hat in den vergangenen 10 Jahren viel mitmachen müssen und hat neben Qualitätsmängeln auch im Marketing jahrelang viele, viele Fehler gemacht. Die Marke war lange Zeit heruntergewirtschaftet und weitgehend für Besserverdiener und Menschen, die etwas auf sich hielten, uninteressant.

Opel ADAM brachte eine leichte Wende

Erst als man hierzulande erkannte, dass es bereits 5 nach 12 ist, begann man Agenturen zu beauftragen, die von den Zielgruppen ein „Umparken im Kopf“ verlangten. Eine moderne Formensprache und vor allem eine zumindest oberflächlich bessere Verarbeitung der Fahrzeuge sollte neue und alte Käuferschichten erschließen. Weitgehend konnte dies auch gelingen. Und mit dem Opel ADAM fand der Konzern dann auch wieder eine jugendliche, weibliche Zielgruppe. Mit dem Produktplacement bei Germanys next Topmodel konnte die Marke viel Land gewinnen. Und in der Tat: Der Opel ADAM überzeugt in Punkto Design, Verarbeitung und Konzept. Für Opel ein toller Wurf.

PSA übernimmt Opel aber nicht den ADAM. Der Opel Adam wird eingestellt-

Dann kamen die französischen Autobauer des PSA Konzerns und übernahmen den Autobauer nebst Marke. Ein teurer Deal, den man schon bald bei PSA bereuen sollte und amateurhaft öffentlich die Kaufsumme in Teilen zurückforderte. Unprofessionell könnte man das nennen. Immerhin passt es zur Art und Weise wie französische Autos in Teilen zusammengeworfen sind.  Aber das wäre ein anderes Thema. Neben dem richtigen Näschen für Öffentlichkeitsarbeit, fehlt es den Franzosen nun auch an einem Näschen für funktionierende Modelle. Nur weil der Opel ADAM auf einer Plattform sitzt, die vom PSA Konzern – vermutlich aus Kostengründen – nicht fortgeführt werden wird, muss das erfolgreiche Fahrzeug nun weichen. Opel stellt den Opel ADAM ein.

Mit diesem Schritt verliert der Konzern ein Modell, das erstmalig nach dem OPEL Desaster der letzten Jahre wieder mit der Konkurrenz mithalten konnte. Ob die Entscheidung nachher keine erneut teure war, wird sich zeigen. Die Presseprofis beim PSA Konzern werden es uns schon wissen lassen. Die Fachpresse jedenfalls ist skeptisch.

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