LKW Ankauf in Zeiten von Gigalinern wird zunehmend schwieriger

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LKW Ankauf in Zeiten von Gigalinern wird zunehmend schwieriger

Wenn Politik direkten Einfluss auf die Wirtschaft nimmt, ist das selten ein Vorteil. Vor allem bei langwierigen Genehmigungsverfahren wie sie bei Änderungen im Verkehrsrecht die Regel sind gibt es Konsequenzen für die direkt darin involvierten Unternehmen. Im Bereich des Verkehrs, sind es vor allem Speditionen, die die Leidtragenden bei derartigen Änderungen sind. Häufig müssen binnen weniger Wochen Veränderungen umgesetzt werden, die nicht nur kostenintensiv sind, sondern bezogen auf die gesamte Flotte kleine Speditionen schnell überfordern können. Gesetzesänderungen bei den Lenkzeiten z.B. erfordern einiges an organisatorischem Geschick, um die LKW’s dabei ohne Verzug am Rollen zu halten. Stehende Lkw Flotten kosten bekanntlich nur Geld.

Gigaliner oder nicht? MEGA-Lastkraftwagen verdrängen alte LKW und die Schiene. Oder doch nicht?

In erster Linie schaffen die politischen Diskussionen um die Gigaliner Planungsunsicherheit. Die Spediteure im Land fragen sich, ob die bewährten Gebraucht-LKW, die zwar schon einige Kilometer auf der Uhr haben, aber technisch noch in Schuss sind an einen LKW Ankauf gegeben werden müssen, um frisches Kapital für den Kauf eines einen der neuen Gigaliner Modelle an den Start zu bringen oder nicht. Zwar gibt die Politik vorsichtig Antworten auf die meisten Fragen und erteilt nach und nach Zulassungen für die Mega-LKW‘s, richtig klar, wie die Zukunft dieser Lastkraftfahrzeuge aussieht, ist aber noch nichts. Schließlich muss noch geprüft werden, wie die LKW’s mit deutlicher Überlänge auf der Straße zurechtkommen.

Die einen sehen die bundesdeutschen Autobahnen in Gefahr, die anderen sehen in den neuartigen LKW’s eine ökologische Innovation. Dabei sind allein die technischen Daten beeindruckend. Die normale Länge von LKW’s lässt sich leicht merken. Der bereits seit den früher 90’ziger Jahren bekannt gewordene, nicht ganz ernst gemeinte Spruch „Damen aufgepasst, meiner ist 18 Meter lang“, gibt ziemlich präzise an, wie lang ein traditioneller LKW ist. Ziemlich genau 18,75 Meter. Gemeint ist hier ein LKW-Gespann mit Anhänger. Nun erst kürzlich, nämlich im Juli, erteilte NRW- Minister Groschek die Verkehrserlaubnis für die kleineren Gigaliner-LKW. Diese haben immerhin bereits ohne Anhänger eine Größe von 17,8 Meter. Die letztmögliche Version hat die unglaubliche Größe von 25,25 Meter.

Gewichtsgrenze der Gigaliner-LKW’s ist die gleiche wie bei herkömmlichen Lkw‘s

Das Interessante daran: Die Gewichtsgrenze ist die Gleiche wie bei herkömmlichen LKW’s, sie verteilen das Gewicht daher besser über die Achsen und sind so schonender etwa für Brückenkonstruktionen oder ähnliche Verkehrsinfrastrukturen. Wie angemerkt, sehen das aber nicht alle Akteure so und ein heftiger Streit über die Zulassungen entbrennt. Auch Interessensgemeinschaften, die sich verstärkt für den Fernverkehr auf der Schiene aussprechen, sind gegen die Gigaliner. Sie sehen vor allem Konkurrenz in den günstigeren Transportkosten auf der Straße. Die Ökovertreter sehen in den LKW’s, die ja offenkundig mehr Stauraum bieten, durchaus ökologische Vorteile. Und die Spediteure? Die stehen „auf dem Schlauch“ tragen Sie doch letztlich das finanziell nicht ganz unerhebliche Risiko, ob sie sich beim nächsten LKW Ankauf für einen traditionellen LKW entscheiden oder einen dieser neuen Gigaliner.

[Foto Creative Commons: by M. Zaikina on Flickr]

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