Foto: Wikimedia Rastplätze wie diese mit LKW-Stellplätzen fehlen

Die Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V. (VEDA) kritisiert das Fehlen von ausreichenden Lkw-Parkplätzen rund um das deutsche Autobahnnetz. Dieser Mangel kostet nach Ansicht der Vereinigung ein jedes Jahr aufs neue Menschenleben.

 „Bundesweit fehlen rund 31.000 solcher Lkw-Stellflächen. Durch überfüllte Parkplätze kommt es immer wieder zu Unfällen, bei denen auch Todesopfer zu beklagen sind“, sagte Alexander Ruscheinsky dem MDR-Magazin „Umschau“. Ruscheinsky ist VEDA-Ehrenpräsident.

13 schwere Unfälle mit 16 Todesopfern

Lkw etwa, die auf Verzögerungsstreifen parken, bergen ein solch extremes Unfallrisiko. Einer internen Auswertung der VEDA zufolge soll es in den vergangenen fünf Jahren bundesweit mindestens zu 13 solchen Unfällen mit insgesamt 16 Todesopfern gekommen sein.

„Der Güterverkehr auf der Straße hat sich deutlich stärker entwickelt als angenommen. Das wurde unterschätzt und auch verschlafen“, sagte ADAC-Sprecherin Melanie Mikulla der „Umschau“. Was außerdem fehle, seien Parkleitsysteme für Lkw-Fahrer, mit denen sie verlässlich freie Plätze an Raststätten und Autohöfen schnell und zielsicher ansteuern könnten, so Mikulla.

Lange Genehmigungsverfahren erschweren Bau. Allein in Sachsen Anhalt fehlen 700 Lkw-Stellplätze

In Sachsen-Anhalt fehlen laut Landesverkehrsministerium aktuell rund 700 Lkw-Stellplätze entlang der Autobahnen. In Sachsen seien 710 derzeit in Planung und in Thüringen sollen 250 zusätzliche entstehen. Nach Ansicht des ADAC-Sachsen scheitert ein zügiger Ausbau von weiteren LKW-Stellflächen oft an zu langen Genehmigungsverfahren.

„Es ist so, dass leider unsere Gesetzgebung für den Bau von Verkehrsanlagen so kompliziert und umfangreich geworden ist und einer langen Vorbereitungsphase bedarf, dass es hemmend ist für den Bau“, sagte Helmut Büschke vom ADAC-Sachsen dem MDR-Magazin „Umschau“.

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