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Es hat geknallt. Es war zu erwarten aber jetzt hat es auch in Deutschland einen Schlag ins Kontor gegeben. Am späten Nachmittag lief es über die Nachrichtenticker Deutschlands: Die Staatsanwaltschaft in Braunschweig hat ein exorbitantes Bußgeld gegen VW verhängt. Der Wolfsburger Automobilkonzern muss ein Bußgeld in Höhe von einer Milliarde Euro zahlen.

VW reagiert mit Akzeptanz und Übernahme der Verantwortung

VW, so heißt es in ersten Pressereaktionen, habe das Bußgeld akzeptiert und bekenne sich im Kontext der Dieselaffäre zu seiner Verantwortung.  Grund für die Strafe sei im Juristendeutsch die „Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile“. Eine Milliarde, die der Konzern durch die Abschaltautomatik sicherlich auch eingespart haben dürfte in den vergangenen Jahren.

Während die Konzernzentrale die Strafe schon fast wohlwollend kommentiert und keine Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen möchte, weil sie nach Ansicht des Konzerns einen ersten Schritt in Richtung der Krisenbewältigung darstellt. Und in der Tat: Mit der Strafzahlung endet das Ermittlungsverfahren.

Strafverfolgung der zuständigen Manager schließt sich an

Die Freude ist jedoch verfrüht. Bekanntlich sind ganze Armeen von Anwaltskanzleien ganz wild darauf die vom Dieselskandal geschädigten Kunden des Konzerns zu vertreten. Darüber hinaus folgen jetzt die strafrechtlichen Konsequenzen für die Manager des Automobilbauers. Für einige dürfte es durchaus mit einer Gefängnisstrafe enden. Keine guten Aussichten also für Volkswagen. Und eine Milliarde dürfte auch bei guten Umsätzen, die Volkswagen zweifelsohne fährt, kein Pappenstielel.

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