DEKRA warnt vor Pokemon Go

DEKRA warnt vor Pokemon Go

Es ist derzeit bei Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen in aller Munde. Das neue Nintendo mixed Reality Game PokemonGO bricht in den Downloadportalen von Apple und Google alle Rekorde. Und kaum schafft es ein Software Hersteller es die Menschen auf die Straße zu bekommen, gibt es auch schon die ersten Beschwerden und – leider- tödlichen Unfälle. Bei PokemonGo geht es darum, auf Geodaten basiert, Fabelwesen einzufangen. So kann es sein, dass sich die Tierchen auf Bahngleisen und in Schluchten verstecken. Diese dann einzufangen ist lebensgefährlich. Gleiches gilt für den Straßenverkehr.

DEKRA fordert zu mehr Aufmerksamkeit in Straßenverkehr.

Weltweit sind die Spieler mehr als begeistert, doch leidet die Verkehrssicherheit ebenfalls weltweit unter dem Spiel erheblich. In den vereinigten Staaten haben sich schon zahlreiche Unfälle ereignet, auch in Deutschland und anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union befürchtet die Polizei ein erhöhtes Unfallrisiko durch die Verwendung der Applikation. Die Organisation DEKRA rät dringend davon ab, im Straßenverkehr auf die so beliebte „Monsterjagd“ zu gehen.

Auch wir von Autoankauf Online konnten bereits zahlreiche Spieler im Straßenverkehr erblicken, die gedankenlos auf Ihr Handy starrend über die Straße liefen.
Wenn die Jagd nach den virtuellen Monstern allerdings im Straßenverkehr stattfindet, birgt das Spiel unweigerlich große Gefahren.

In den USA gab es im Zusammenhang mit der Mixed-Reality-App schon viele Auffahrunfälle und mindestens einen schweren Zusammenstoß mit einem Baum im Bundestaat New York. Sogar Autofahrer stoppen unvermittelt mitten im Verkehr, weil ein besonders begehrtes Pokémon von der App angezeigt wurde. Doch nicht nur Autofahrer auch Motorradfahrer sind von der Polizei gestoppt worden, weil sie ihre Handys mit laufendem Spiel auf den Lenker montiert hatten.
Die durch die App herbeigeführte Ablenkungs-Gefahr ist enorm. Die App registriert über die GPS-Funktion des Smartphones automatisch, wo sich der Spieler befindet und blendet entsprechend virtuelle Pokemons ein.

„Wer ein Monster erwischen will, muss ständig auf sein Handy schauen. Und damit geht die Aufmerksamkeit für die Umgebung verloren. Das kann im schlimmsten Fall tödlich enden“, warnt Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands bei der DEKRA.

Aufmerksamkeit ungeteilt dem Straßenverkehr schenken

PKW und LKW und Motorradfahrer sollten genauso wie Radler und Fußgänger ihre Aufmerksamkeit ungeteilt auf den Straßenverkehr richten und sich nicht durch das Smartphone ablenken lassen, so der Hinweis der DEKRA Experten.

„Viele Menschen machen sich nicht klar, wie groß das Risiko ist, das sie eingehen, wenn sie ihr Handy im Straßenverkehr nutzen.“ Ein Beispiel: Wer als Autofahrer mit 50 km/h unterwegs ist und fünf Sekunden auf sein Handy schaut, legt in dieser Zeit fast 70 Meter zurück und kann dabei nicht auf das Verkehrsgeschehen reagieren. Nur eine Sekunde Unaufmerksamkeit bedeutet bei Tempo 50 schon einen „Blindflug“ von knapp 15 Metern.

DEKRA warte schon vor klassischer Handynutzung

Schon vor der Veröffentlichung von „Pokémon Go“ hatte DEKRA auf die Gefahren durch die Nutzung von Smartphones im Straßenverkehr hingewiesen. Eine Erhebung der DEKRA Unfallforschung in sechs europäischen Hauptstädten hatte ergeben, dass rund 17 Prozent aller beobachteten Fußgänger beim Überqueren der Straße ihr Smartphone nutzten.

„Bei der Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten hat Europa in den vergangenen Jahrzehnten große Erfolge erzielt. In den letzten Jahren sehen wir aber in mehreren Ländern und zuletzt auch in der EU insgesamt wieder einen Anstieg“, so Clemens Klinke. „Aus unserer Sicht ist der Themenkomplex Aufmerksamkeit und Ablenkung einer der Schwerpunkte, an denen wir für die weitere Verbesserung der Verkehrssicherheit ansetzen müssen.“

Nicht nur auf der Straße kann „Pokémon Go“ gefährlich werden. In den USA sind bereits 2 Spieler mehr als 15 Meter tief einen Abhang hinuntergestürzt, weil Sie bei der Suche zu sehr auf Ihr Display starrten, denn sich auf die Umgebung zu konzentrieren.

Foto: Dekra

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