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Es könnte doch alles so schön sein: Der weltweite Ölpreis hält sich tatsächlich in Grenzen und die Währungsverhältnisse, die ansonsten noch Einfluss auf den Preis haben, sind zumindest nicht ungünstig. Doch leider kommen die Möglichkeiten eines günstigen Spritpreises nicht bei uns an. Seit Wochen schon verweisen die Ölkonzerne auf fehlenden Regen, der wiederum ein historisches Niedrigwasser nach sich zieht und den wichtigsten Verkehrskanal für Kraftstoffe – die Wasserstraßen – gewissermaßen blockiert und so die Preise für Sprit aufgrund der zusätzlichen Logistik verteuert.

Zwar hält der ADAC mit seinen Analysen kraftvoll dagegen und bezeichnet die Preisaufschläge der Ölkonzerne für übertrieben, doch scheint an dem Engpass durchaus etwas dran zu sein. Der Bundesverkehrsminister Scheuer nämlich hat in der Woche in ausgewählten Regionen die Sonntagsfahrverbote für Tanklaster gelockert, um die Situation wenigstens etwas abzumildern.

Doch reicht der Sprit in einigen Regionen Deutschlands nicht immer aus, um eine ununterbrochene Versorgung sicher zu stellen. Zwar sei, so beurteilen einige Tankstellenpächter die Situation, immer bereits am nächsten Tag eine neue Ladung Sprit verfügbar, doch habe es einen solchen Engpass schon seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Zur aktuellen Lage in der deutschen Treibstoffversorgung wollte sich ein Ministeriumssprecher allerdings am Wochenende nicht näher äußern.

Wie dem auch sei: Die Situation hat sich auch mit dem Kälteeinbruch nicht merklich verbessert und die Pegel zwingen die Rheinschifffahrt, die hier die Lebensader der Spritlieferanten ist, zu ungewöhnlichen Einschränkungen. Sprit bleibt daher wohl weiterhin verhältnismäßig teuer.

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