Foto: Ford Werke Deutschland

Nachdem man an Nachrichten über ausgebrannte Tesla Fahrzeuge schon fast gewöhnt ist, gab es in der nahen Vergangenheit auch einige Brände von Fahrzeugen mit Elektroantrieb in Deutschland. Wer sich ein bisschen im Bereich der Elektromobilität auskennt, der wird sicherlich wissen, dass die Deutsche Post in einigen ausgewählten Städten derzeit die Nutzbarkeit von Elektrotransportern austestet.

Die sogenannten Steetscooter-Fahrzeuge wurden in Deutschland konzipiert und genießen einen guten Ruf in der Branche. Leider kam es allerdings auch bei diesen Fahrzeugen kürzlich zu Bränden, dessen Ursache zunächst unklar war. Nun allerdings soll die Brandursache dieser Fahrzeuge aufgeklärt sein.

Post-Sprecher Alexander Edenhofer dem MDR-Magazin „Umschau“ gestern mit, dass die Brandursache gefunden sei.

„Die fehlerhafte Verschweißung in der Traktionsbatterie, die zu den beiden Bränden geführt hat, wurde von einem Vorlieferanten durchgeführt, bevor das Bauteil an die Streetscooter-Produktionsstandorte angeliefert wurde“, sagte Edenhofer.

DEKRA-Gutachten bestätigen Brandursache

Den Fehler in der Lieferkette habe die Post umgehend abgestellt. Externe DEKRA-Gutachten hätten die Brandursachen-Ermittlung der Streetscooter GmbH bestätigt.

Inzwischen prüft routinemäßig auch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) den Vorgang. „Sofern eine ernsthafte Gefährdung vorliegt, kann eine Rückrufaktion angeordnet werden“, teilte KBA-Sprecher Stephan Immen der „Umschau“ mit. Zur Lieferkette der Streetscooter-Batterien schweigt die Deutsche Post AG aus „vertraglichen Gründen“.

Überprüfung aller Streetscooter Modelle kann noch Wochen dauern

Die Untersuchung sämtlicher potenziell betroffenen 460 Streetscooter werde noch Wochen dauern, so Post-Sprecher Edenhofer. Bereits überprüfte Streetscooter seien schon wieder im Einsatz. Vor einer Woche hatte die Post bestätigt, 460 Fahrzeuge ihrer Streetscooter-Flotte zur Überprüfung von der Straße geholt zu haben. Vorausgegangen waren mindestens zwei Fahrzeugbrände in Singen (Baden-Württemberg) und Teuchern (Sachsen-Anhalt) im Nov. 2018.

Der SPD-Politiker Rüdiger Erben hatte zuvor Transparenz von der Post bei der Ursachenforschung gefordert. „Es fahren ja Tausende solcher Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen. Und da haben die Menschen einen Anspruch darauf zu erfahren, was die Ursache ist“, sagte Erben. Er ist parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt. Bei dem Streetscooter-Brand in Teuchern (Sachsen-Anhalt) hatte die Feuerwehr zunächst große Probleme beim Löschen. Unter anderem war ätzende Flusssäure am Brandort entstanden, wodurch der Feuerwehreinsatz überraschend aufwendig wurde. on

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