Foto: Beltretter e.V.

Deutschlands Schlüsselindustrie, die Automobilbranche steht mehr als mit dem Rücken zur Wand. Die Abgasquerelen scheinen kein Ende zu nehmen und ganz Deutschland fürchtet sich vor den nun höchstrichterlich zugelassenen Fahrverboten in den Innenstädten. Eine mehr als fragliche Maßnahme, wie viele meinen.

Fahrverbote lenken von „manifesten“ Naturproblemen ab.
Etwa die entstehen könnten, wenn man einen Tunnel in die Ostsee gräbt.

Ob der Umwelt tatsächlich damit geholfen ist, steht in den sternen. Bei all der Aufregung ist die Aufmerksamkeit, gerade in Bezug auf die anderen Umweltprobleme, im Zusammenhang mit deutscher Verkehrspolitik, eher eingeschränkt.  So stünde die Ostseeinsel Fehmarn vor einer Katastrophe, würde der geplante und Milliarden Euro teure Fehmarnbelt-Tunnel samt Güterbahntrasse gebaut werden.

Große Kritik am geplanten Absenktunnel

Zu dieser Schlussfolgerung kommen die Gegner des zwischen Dänemark und Deutschland geplanten Belttunnels. Es wäre der längste Absenktunnel der Welt und Nord-Europas größte Baustelle – mitten in dem anfälligen Ökosystem Ostsee. Eine Computersimulation zeigt jetzt erstmals, welchen Umfang die Bauarbeiten allein auf der Insel Fehmarn hätten. Allein die Baustelle des Fehmarnbelt-Tunnels wäre gigantisch.

Für den Absenktunnel soll auf einer Länge von 18 Kilometern ein tiefer und breiter Graben durch den empfindlichen Ostseeboden gebaggert werden. Hinzu kämen Straßen- und Brückenbauten auf Fehmarn, die Baustelle einer neuen Sundquerung zwischen Fehmarn und dem Festland sowie die Bauarbeiten für die Güterbahntrasse zum Tunnel. Und dies alles würde – sollte das Vorhaben genehmigt werden – fast gleichzeitig passieren.

Karin Neumann, Sprecherin der tunnelkritischen BELTRETTER-Bewegung:

„Der Tourismus würde auf Fehmarn und wohl auch in Teilen Ostholsteins einbrechen. Jahrelang wäre Fehmarn zum Beispiel gar nicht mehr mit der Bahn erreichbar. Und all diese massiven Eingriffe in Umwelt und Region für derzeit gerade einmal etwa 5.000 Fahrzeuge, die den Fehmarnbelt im Schnitt täglich queren – heute per Fähre.“

Die massiven Aufwirbelungen des Ostseebodens durch die jahrelangen Baggerarbeiten könnten sich sogar bis nach Rügen und bis zur Flensburger Förde ziehen.

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