Foto: „obs/ADAC/ADAC/Carolin Erbe“

Auch wer sich nur am Rande für die Automobilbranche interessiert, der weiß, dass beim Thema Elektromobilität vor allem die Ladeinfrastruktur im Zentrum des nur sehr zögerlichen Akzeptanzfortgangs steht. Menschen haben einfach Angst, mit Ihrem Elektroauto – dessen Prinzip und Konzept sie schätzen – irgendwo im nirgendwo zu stranden, weil es eine flächendeckende und vor allem einheitlich zu bezahlende Ladeinfrastruktur gibt. Etwas Linderung dieses akuten Problems gibt es jedenfalls in Deutschland, zunehmend vorangetrieben durch die Energieriesen in Kooperation mit Automobilakteuren.

ADAC und EnBW präsentieren ADAC e-charge in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ab dem 1.04.2019 bietet der ADAC in Zusammenarbeit mit dem Energieunternehmen EnBW seinen Mitgliedern die Möglichkeit, mit ADAC e-Charge an mehr als 25000 Ladesäulen im größten Ladenetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einheitlichen Preisen zu laden. Dabei nutzt der ADAC das Ladenetz der EnBW mobility+ App.

Abgerechnet wird ausschließlich nach der Menge des geladenen Stroms: Die Kilowattstunde per Wechselstrom-Ladung (AC) kostet einheitlich an jeder Ladesäule 0,29 Euro. Die Kilowattstunde per Gleichstrom-Ladung (DC) kostet unterwegs nur 0,39 Euro – egal, ob an einer EnBW-Ladesäule oder an einer Ladesäule eines anderen Anbieters im gesamten e-Roamingnetz des Energieunternehmens.

Damit sind die Kosten nicht nur berechenbar, sondern auch günstig: Die meisten öffentlichen Elektromobilitätsanbieter rechnen pro Stunde oder nach Pauschalen ab und erheben zusätzliche Kosten wie Standgebühren.

Preiswirrwarr beim Laden hält Kunden von der E-Mobilität fern.

„Der Preiswirrwarr an den Ladesäulen hält viele Menschen davon ab, auf Elektromobilität umzusteigen. Mit ADAC e-Charge bieten wir Autofahrern Transparenz und Sicherheit beim öffentlichen Laden, denn sie zahlen im gesamten e-Roamingnetz einen einheitlichen Preis. Mit EnBW haben wir einen kompetenten Partner gefunden, der unseren Mitgliedern attraktive Preise garantiert sowie eine mehr als 90-prozentige Abdeckung der Ladepunkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet. Damit kommen wir unserem Ziel, Deutschland e-mobil zu machen, einen Schritt näher“, sagt Oliver Weissenberger, Geschäftsführer des ADAC.

„Das ist der Kern unserer Zusammenarbeit, denn auch unser wichtigstes Ziel ist es, den Zugang zur Elektromobilität für alle einfach und alltagstauglich zu machen“, ergänzt Marc Burgstahler, verantwortlich für den Bereich Elektromobilität bei der EnBW. „Dabei spielt für uns vor allem das Kundenfeedback eine wichtige Rolle, das auch den Ausschlag gegeben hat, unsere Ladetarife als erste am Markt radikal zu vereinfachen. Davon profitieren jetzt auch alle interessierten ADAC Mitglieder. Gleichzeitig bauen wir das Ladenetz weiter aus und treiben den Ausbau der Ladeinfrastruktur voran: So werden wir beispielsweise bis Ende 2020 deutschlandweit 1.000 Schnellladestandorte betreiben.“

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