Foto: ADAC e.V.

Alle Fernsehsender und auch die Radiostationen berichten vom Niedrigwasser in Deutschland aufgrund der dürftigen Niederschlagslage. Wie schon bei Pkwfokus.de thematisiert, ist von dieser Situation vor allem der Pegelstand der Wasserstraßen betroffen. Hieraus wiederum resultiert die Problematik, das Frachtschiffe und hier ganz besonders Tanker nicht vollbeladen fahren können. Die große Menge an Sprit, die aber täglich gebraucht werde, muss deshalb umständlich auf die Schiene und die Straße gebracht werden. All dies klappt nur mit mäßigem Erfolg und zu deutlich höheren Kosten.

Für die Mineralölgesellschaften ist dies in den letzten Wochen offenbar Grund genug gewesen, um die Preise erheblich anzuziehen. Dabei deutete der Weltmarkt mit seinem Rohölpreis eine ganz andere Richtung an.

Rohölpreise sinken, Sprit bleibt weiter teuer  

Die Rohölpreise sinken weiter, doch an den Zapfsäulen bleibt die erhoffte Entspannung aus. Für einen Liter Super E10 müssen Autofahrer nach Angaben des ADAC derzeit im bundesweiten Durchschnitt 1,542 € bezahlen, ebenso viel wie in der Vorwoche. Diesel verteuerte sich erneut und kostet nun 1,452 €, ein Anstieg von 0,5 Ct. Die Preisspanne zwischen beiden Sorten liegt nur noch bei 9,0 Ct, obwohl die Steuerlast bei Dieselkraftstoff rund 22 Ct geringer als bei Benzin ist.

Der ADAC hält die Preise für überzogen. Preisentspannung wird nicht weitergegeben.

Der ADAC hält die bundesweite Preisgestaltung an den Zapfsäulen für deutlich überzogen. Zwar ist das Niedrigwasser an Rhein, Main und Mosel, das die Transporte von Rohöl und fertigen Kraftstoffen verteuert, bei der Beurteilung des Marktes zu berücksichtigen. Allerdings herrschen Trockenheit und Dürre in den betroffenen Gebieten bereits seit Monaten, während ein deutlicher bundesweiter Preisanstieg an den Tankstellen erst Anfang Oktober sichtbar wurde. Damals hatte Rohöl seinen Jahreshöchstpreis von rund 85 Dollar für ein Barrel der Sorte Brent bereits überschritten, inzwischen ist das Barrel auf unter 70 Dollar gesunken. Diese Entwicklung haben die Mineralölkonzerne nicht an die Verbraucher weitergegeben.

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