Autohandel

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Autohandel in Deutschland: Ein Geschäftsfeld mit tausend Facetten.

Der Autohandel in Deutschland ist fragmentiert und unterteilt sich im Wesentlichen in zwei große Handelszweige. Den Autohandel mit Herstellerverträgen und der freie Autohandel im KFZ-Gewerbe.

Autohändler haben es in Deutschland schwer sich einen guten Ruf aufzubauen. Vor allem solche Händler, die nicht unter Vertrag mit einem Automobilbauer stehen, haben es zunehmend schwerer einen respektablen Kundenstamm aufzubauen. Der Automobilmarkt besteht in Deutschland vor allem aus Vertragsautohäusern, die in der Regel Neuwagen handeln. Zwar haben Autohändler, die bei Automobilkonzernen unter Vertrag stehen neuerdings auch „Gute Gebrauchtwagen“ im Angebot, doch ist der Löwenanteil des Umsatzes tatsächlich der Neuwagenverkauf.

Autohandel mit Neuwagen,
bringt auch für den Gebrauchtwagen-Autohandel viele Vorteile

Dieses bringt beim Autohandel vor allem für die Händler verschiedene Vorteile mit sich. Neuwagen stehen bei Kunden immer hoch im Kurs, da die Automobilindustrie vor allem in diesen innovationsintensiven Zeiten ständig neue Funktionen und Komfortverbesserungen in die Autos integriert und dieses in der Werbung – logischerweise- entsprechend positiv kommuniziert, geht das positiv Image der Innovationen auf den Autohandel über. Die Vertriebssystem in diesem Bereich sind über viele Jahre entwickelt worden und entsprechend professionalisiert.

Autohandel mit markengebundenen Gebrauchtwagen
– Hochpreisig, aber gerechtfertigt?

Wer heute einen Autohandel mit einer etablierten Marke beginnt, bekommt den Umsatz gewissermaßen frei Haus geliefert. Wie oben angesprochen, funktioniert der Imageübertrag beim Handel mit Autos inzwischen sogar auf einer Hierachiestufe darunter, nämlich beim Autohandel mit markengebundenen Gebrauchtwagen. Mercedes „Junge Sterne“ oder die „Porsche Approved“ Gebrauchtwagen sind hier nur zwei Beispiele.

Beide Marken nutzen die Strahlkraft des Autohandels mit innovativen und hochqualitativen Neuwagen und überführen Sie auf die gewissermaßen hauseigenen Gebrauchtwagen. Der Autohandel mit den Markengebrauchtwagen fällt den Vertragshändlern dabei ziemlich einfach, denn der Vertrags-Autohandel kommt aufgrund seiner privilegierten Stellung recht einfach und schnell an qualitativ hochwertige Gebrauchtwagen.

Die Quellen für den Gebrauchtwagenhandel sind vielfällig. Leasingrückläufer und die weiter oben schon angesprochene Stammkundschaft machen den Autohandel lukrativ. Viele Kunden, die ein Autohaus überhaupt besuchen, gehen schon in der Absicht dort hin, einen Neuwagen zu kaufen.  Wenn der Verkäufer dann nur ein bisschen Geschick walten lässt, kann er zu Autohandel üblichen Preisen schnell an gute Gebrauchtwagen gelangen.

Verbindung von Neuwagenverkauf und Gebrauchtwagenankauf ist lukrativ im Autohandel.

Die Verquickung von Neuwagenkauf und die Inzahlungnahme des alten Gebrauchten stehen in einem Servicezusammenhang, der sich zur Goldgrube des Gebrauchtwagenhandels entwickeln kann. Unabhängige Studien haben herausgefunden, dass viele Kunden ihren guten Gebrauchtwagen beim professionellen Autohandel häufig viel günstiger abgeben, als Sie es beim freien Autohandel, etwa an der Straßenecke tun würden. Die Verbraucher kommen dabei nicht immer mit dem für Sie besten Ergebnis davon, denn oftmals zahlen die freien Händler viele hundert Euro mehr als die Vertragshändler es tun würden. Leider fehlt dem freien Autohandel meist das treibende Argument namens Neuwagenverkauf und zusätzlich nagt – zum Teil völlig zu Unrecht – ein schlechtes Image am Autohandel ohne Herstellerbindung.

Autohandel mit Luxusfahrzeugen funktioniert in Deutschland auch ohne „Händlervertrag“ gut

Einzuschränken ist diese Feststellung allerdings beim freien Autohandel mit Luxusfahrzeugen. Der Autohandel unter markigen Firmennamen wie „Topcars“, „Luxury on the Road“ oder etwas konventioneller „Premiumcars“ läuft in Deutschland ebenfalls ganz ansehnlich. Und auch hier hat es wieder etwas mit dem Markenwert der gehandelten Autos zu tun. Klangvolle Namen wie Maserati, Jaguar, Porsche und Ferrari verleihen dem Händler schon aufgrund der Kundenassoziationen ein vorteilhaftes Image, das in der Realität aber nicht immer stimmig sein muss. Auch die unterstellte Bonität des freien Luxusautohandels ist nicht immer zweifelsfrei gegeben. Auch dann nicht, wenn der Händler in der Ausstellung drei gebrauchte Ferraris in Rot, Gelb und Schwarz präsentiert. Sie als Käufer können die Besitzverhältnisse beim Besuch schließlich nicht abschließend klären.

Finanzsicherheiten im freien Autohandel

Daher gilt hier, wie im übrigen auch im Autohaus: Besser nicht in Vorkasse gehen und den Luxussportwagen in bar anzahlen wenn überhaupt nur eine Überweisung vornehmen (-was ebenfalls risikoreich bleibt-) oder einen Treuhandservice hinzuziehen. Bei Summen in Höhe von einem Familienhaus fallen die zusätzlichen Gebühren für den sicheren Autohandel kaum ins Gewicht.

Unserer Erfahrung und Kenntnis nach, unternehmen das die wenigsten Kunden, wenn sie sich im freien Autohandel um einen Luxuswagen bemühen. Selbst die Barzahlung des gesamten Fahrzeug Ankaufspreises ist keine Seltenheit. Im freien Autohandel mit handelsüblichen Gebrauchtwagen im Kleinwagen und Mittelklassewagenbereich sind solche Transaktionen heutzutage nur noch sehr selten möglich. Der Autohandel mit dem kleinen Autohof an der Ecke ist per se in den Köpfen der Menschen unseriös. Hier herrschen Vorurteile über Tachomanipulation, verdeckter Verkauf von Unfallwagen und sonstigen üblen Praktiken, die tatsächlich wohl aber nur selten wirklich zum Einsatz kommen.

Historischer Autohandel hatte für die Kunden viele Vorteile

Noch in den 90iger Jahren war der Autohandel oft auch an eine freie Werkstatt gekoppelt. Da hat es sich für die Betreiber noch gelohnt, Autos mit kleineren Defekten anzukaufen, um sie dann in der eigenen Werkstatt zu reparieren und im Ausstellungsbereich auf dem Hof möglichen Gebrauchtwagenkäufern zu präsentieren. Der Autohandel in diesem Sinne existiert heute leider fast gar nicht mehr. Erst auf den zweiten Blick mussten die Verbraucher durch das „Wegsterben“ dieser Art von Autohandel einige Nachteile in Kauf nehmen.

Viel mehr Persönlichkeit

Der fragmentierte Autohandel, bei dem das Fahrzeug an einer anderen Stelle gekauft wird, als es repariert und gewartet wird, ist deutlich unpersönlicher geworden. Selbst bei den Vertragshändlern der Automobilhändler ist in den Werkstätten nicht immer nur ein Ansprechpartner für die Kunden da. In Zeiten der Ökonomisierung sprechen die Kunden in der Regel sogar kaum noch mit dem Meister, sondern nur noch mit der Automobilkauffrau im Vorzimmer des KFZ-Meisters.

Die Abwicklung mag dadurch professioneller wirken, aber sie bleibt unpersönlich. Wer hingegen damals im altbewährten Autohandel einen Gebrauchtwagen gekauft hatte, der konnte sich darauf verlassen, dass das Auto ihm nicht nach ein paar Kilometern buchstäblich auseinanderfällt. Viel zu sehr hätte der private Autohandel Angst davor gehabt, dass die Kunden voller Wut in den Betrieb gekommen wären, um ihr Geld zurück zu fordern und üble Nachrede den guten Ruf beim Kunden zerstört hätte. Auch eine Automobilkauffrau, die im Vorzimmer die wütenden Gebrauchtwagen-Käufer abgehalten und vertröstet hätte, konnten sich und wollten sich wohl nur die wenigsten Eigentümer eines Autohandels gönnen.

Es war eben nicht alles schlecht damals! Auch wir von Autoankauf Online können das für unseren Autohandel im Export so unterschreiben. Hoffen wir also gemeinsam auf bessere Zeiten.

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